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„He-Man“-Remake mit weiblicher Hauptrolle: Fans sind enttäuscht

„He-Man“-Remake mit weiblicher Hauptrolle: Fans sind enttäuscht
Foto: Courtesy of Netflix

Der friedliebende Prinz Adam verwandelt sich in der Zeichentrickserie „He-Man and the Masters of the Universe“ aus den Achtzigerjahren in einen muskelbepackten Helden namens He-Man. In dem nun veröffentlichten Remake von Netflix übernimmt diese Rolle eine weibliche Protagonistin. Dieser Ansatz missfällt vielen Fans.


Die Zeichentrickserie „He-Man and the Masters of the Universe“ ist eigentlich für ihren starken männlichen Helden bekannt. Mit dem Ausruf „Bei der Macht von Grayskull!“ verwandelt sich Prinz Adam in den betont maskulinen He-Man. Dieser kämpft in der Fantasiewelt Eternia mit seinen Gefährten gegen den bösen Skeletor und weitere Feinde und muss die Burg Grayskull gegen Angriffe verteidigen. Das neue Netflix-Remake bricht mit der stereotypischen Darstellung He-Mans: Der Muskelprotz muss für weibliche Charaktere Platz machen.

Schon in den Achtzigerjahren hatte die Serie viele Fans, die sich nun umso mehr auf die Netflix-Fortsetzung gefreut hatten. In dem Trailer zu „Masters of the Universe: Revelation“ sahen sie alte Bekannte: He-Man, Skeletor, den treuen Waffenmeister Man-at-Arms, die Kriegerin Teela und den Zauberer Orko. Doch schon während der ersten fünf Folgen kehrt die Netflix-Serie einigen dieser Charaktere schnell den Rücken. Das löst in der Fangemeinde Unmut aus, wollten viele Zuschauer doch in Erinnerungen schwelgen.

Teela (links) und Andra kämpfen Seite an Seite. Foto: Courtesy of Netflix

„He-Man“-Fortsetzung mit weiblicher Hauptrolle

Die Serie handelt nun hauptsächlich von Teela, die eine Undercut-Frisur trägt und eine sichtliche Zuneigungen zu ihrer Gefährtin Andra verspürt. Diese war im Original eine Nebenfigur und weiß, nun ist sie schwarz. Teela versammelt in den jetzt erschienen fünf Folgen mehrere Frauen um sich, um mit ihnen die verlorene Magie nach Eternia zurückzuholen und ihre Welt zu retten.

Fan-Bewertungen: Neue Serie erreicht nur 37 Prozent

Diese Veränderungen können viele Fans nicht nachvollziehen. Auf dem Filmbewertungsportal „Rotten Tomatoes“ erreicht die Serie bei den Kritikern zwar stolze 96 Prozent. Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern sieht es aber ganz anders aus: Sie bewerten den Titel mit unterirdischen 37 Prozent. Diese Empörung schlägt sich auch auf Twitter nieder. Dort schreibt etwa der Nutzer „BlackDead“: „Die neue He-Man Serie ist in erster Linie deswegen schlecht, weil Teela ein furchtbarer Charakter ist. Typischer moderner weiblicher ‚Held‘, weswegen moderne Unterhaltungsprodukte so furchtbar sind.“

Kritik an Netflix: Trailer weckt falsche Erwartungen

Andere kritisierten Netflix für irreführende PR. Der Trailer erwecke den Eindruck, die Fortsetzung „Masters of the Universe: Revelation“ würde hauptsächlich von He-Man und Skeletor handeln – nicht nur die erste Folge. Der Nutzer „Verdammnis“ bezeichnet den Trailer, in dem He-Man eine Hauptrolle spielt, gar als verlogen. Ob He-Man im noch ausstehenden zweiten Teil der ersten Staffel wieder zurückkehrt, ist noch unklar.


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Über den Autor/die Autorin:

Laura Ebeling

Laura (22) studiert Kommunikationsmanagement - oder einfacher gesagt "irgendwas mit Medien". Von ihren Kenntnissen macht sie auch hier Gebrauch und beschäftigt sich gerne mit Themen wie Gleichberechtigung, dem politischen Geschehen und - für Frauen typisch - Fußball.

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