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„Wir sind nicht die neuen Beatles“: Das ist die Pop-Punk-Band C for Caroline

„Wir sind nicht die neuen Beatles“: Das ist die Pop-Punk-Band C for Caroline
Foto:  C for Caroline

Im Finale: Gegen 500 andere Bands hat sich die hannoversche Pop-Punk-Band C for Caroline beim Köstritzer-Fresh-Talents-Wettbewerb durchgesetzt. Der Gewinner geht mit Rea Garvey auf Tour. Wer ist die Band aus Hannover?


Melodische Hooks, eingängiges Gitarrengeschrammel und leichte Texte etwa über die Liebe („Be my Caroline“) oder das Tanzen („On the Dancefloor“) – C for Caroline macht sorgenfreien Party-Pop-Punk. 2007 hatte Gitarrist Julian Öltjen die Band gegründet, Sänger Dean Elliott und Drummer Jan Schlagowski stießen später dazu.

Wer beim Finale dabei sein will, kann sich bis zum 13. März, 13 Uhr, unter koestritzer@cforcaroline.de melden. Die Band wählt aus allen Zusendungen 50 Leute aus, die sich am Samstag kostenlos das Konzert in Berlin anschauen können – Bus-Shuttle aus Hannover inklusive.

Gerade haben die Mittdreißiger ihr erstes Album „Headstrong Heartstrong“ veröffentlicht – zwölf Jahre nach ihrer Gründung. Warum so spät? Festival-Touren und wechselnde Bandbesetzung. „Es passierte so schnell so viel, dass der Fokus erstmal auf anderen Dingen lag“, so Sänger Dean.

Hannover ist ein Dörflein

Mit den lokalen Kollegen Fat Belly und Ich kann fliegen hat die Band vor mehr als zehn Jahren das Konzert „Die fette Caroline kann fliegen“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr wird es zum zwölften Mal stattfinden. „Wenn man mit einem Musiker zu tun hat, dann kennt der andere und so ergibt sich das. Hannover ist, was die Musikszene angeht, ein kleines Dörflein“, sagt Dean.

Talentwettbewerbe sind wichtig

Außerhalb von Hannover Fuß zu fassen ist dagegen für eine junge Band nicht immer leicht: „Wir sind auf Talentwettbewerbe wie den Köstritzer-Fresh-Talents-Contest angewiesen. Würden wir Rea Garvey einfach so fragen, ob er mit uns auf Tour geht, würde das wahrscheinlich nicht klappen“, sagt er.

Auch dass die Band bereits ein Jahr nach der Gründung auf großen Festivals wie dem Highfield oder Rock am Ring spielen konnte, verdanken die Musiker einem Talentwettbewerb.

Und von der Musik alleine können Jan, Dean und Julian nicht leben. Dean arbeitet als Ingenieur, Julian in einer Start-Up-Firma und Jan unterrichtet Musik und Politik.

Party statt Politik

Während sich manch andere Band angesichts von steigendem Rechtspopulismus und ausländerfeindlichen Attacken politisch positioniert, steht für C for Caroline nach wie vor der Spaß im Vordergrund. „Bei Konzerten wollen wir uns nicht um Probleme kümmern, sondern relaxen“, sagt Dean.

Dass das eigentlich kaum mit dem Label Punk einhergeht, ist der Band egal: „Wir sehen das nicht so streng, die amerikanischen Pop-Punk-Künstler nennen das auch so“, sagt Dean. Pop-Punk würden sie sich gerne auf die Fahne schreiben, weil sie nicht von sich behaupten wollen, etwas ganz Neues zu machen. Denn: „Wir sind nicht die neuen Beatles“.

500 Bands haben sich beim Köstritzer-Fresh-Talents-Wettbewerb beworben. Drei von ihnen stehen jetzt im Finale: Pop-Punk-Band C for Caroline, Indie-Folk-Musikerin Karo Lynn und Post-Punk-Band Kann Karate. Alle drei Finalist*innen erhalten Mitte März einen zweitägigen Intensiv-Workshop unter anderem mit Rea Garvey. Nach dem Konzert am Samstag in Berlin wird der Gewinner gekürt. Neben einem Auftritt im Vorprogramm von Rea Garvey gibt es 5000 Euro für den ersten Platz.

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Über den Autor/die Autorin:

Kira v. d. Brelie

Kira (26) hat Germanistik und Philosophie studiert. Vielleicht wird sie später Lehrerin, vielleicht aber auch nicht. Bis dahin schreibt sie. Für die Zeitung, für die Uni, mit Mama.

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