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Neue „Sims 4“-Erweiterung im Test: So idyllisch ist das „Landhaus-Leben“

Neue „Sims 4“-Erweiterung im Test: So idyllisch ist das „Landhaus-Leben“
Foto: EA/"Die Sims 4"

Nutztiere halten, Ackerflächen bepflanzen und hübsche Landhäuser bauen: Das Erweiterungspack „Landhaus-Leben“ für „Die Sims 4“ bringt einige Neuerungen. MADS-Autorin Annika hat das Spiel getestet.


Grüne Wiesen, niedrige Steinmauern, rustikale Häuser und dazwischen ein Pub: Der Schauplatz des neuen „Die Sims 4“-Erweiterungspacks „Landhaus-Leben“ erinnert an eine kleine englische Ortschaft. Doch Henford-on-Bagley, so der Name der neuen Welt, hat mehr zu bieten als eine schöne Szenerie in seinen drei Nachbarschaften und zwölf Grundstücken. Das DLC, also die Downloaderweiterung, führt als erste Erweiterung der gesamten Reihe ländliches Leben in das Videospiel ein. Damit gibt es auch einige Neuerungen.

„Die Sims 4“ mit Ackerbau und Tierhaltung

Die Sims-Haushalte können nun Nutztiere auf ihrem Grundstück halten. Hühner, Kühe und Lamas geben Eier, Milch und Wolle, die man verkaufen oder weiterverarbeiten kann. Gerade letzteres kommt den Sims zugute, denn die Erweiterung verändert auch die Kochfunktion: Um Gerichte zuzubereiten, benötigen die Sims nun Zutaten, die sie durch Tiere und Ackerflächen gewinnen können. Wer keine große Lust aufs Kochen hat, kann mit seinen Erzeugnissen an Wettbewerben auf dem wöchentlichen Markt teilnehmen.

Foto: Screenshot/“Die Sims 4 – Landhaus-Leben“

Auch einen neuen Wesenszug gibt es durch das Erweiterungspack: Sims können nun „Tierfreunde“ sein. Figuren mit dieser Eigenschaft suchen den Kontakt mit Tieren und werden dadurch glücklich. Man kann mit den Tieren sprechen, ihnen Tanzschritte zeigen oder sie einfach nur in den Arm nehmen. Doch Vorsicht: Nicht alle Tierchen sind den Sims wohlgesonnen, Füchse etwa stehlen schon mal das eine oder andere Ei.

Darüber hinaus gibt es kleinere Ergänzungen zum Spiel wie Picknicke, einen Bestellservice für Einkäufe und das Einmachen von Lebensmitteln. Auch die Eigenschaft Laktoseintoleranz, derentwegen man bei Lebensmitteln genau hinsehen sollte, ist neu – wieso man diese allerdings als eine der drei primären Kennzeichnungen des Sims wählen sollte, ist nicht ganz klar.

Foto: Screenshot/“Die Sims 4 – Landhaus-Leben“

Erweiterung bedient den „Cottagecore“-Trend

160 neue Bauobjekte sind im DLC enthalten, außerdem 132 neue Frisuren und Klamotten – ungefähr genauso viel Inhalt wie bei anderen Erweiterungen davor. Vor allem mit der von den Spielentwicklern kürzlich verbesserten Auswahl an natürlichen Haar- und Hautfarben fügen sie sich gut ein. Stiltechnisch passt alles in den Tumblr- und Instagram-Trend „Cottagecore“, also die romantisierte Landleben-Ästhetik: Die Mode ist zeitlos, die Möbel verspielt, aber nicht kitschig, und die Farben sind gedeckt. Ein Problem, das bei den Bauelementen wie bei vielen anderen Erweiterungspacks sowie dem Basisspiel bleibt, sind leicht abweichende Farben, sodass sich unterschiedliche Möbelstücke, Türen und Fenster teilweise schwer kombinieren lassen.

Gerade am Anfang können die zahlreichen Ergänzungen überfordern: Tiere brauchen viel Pflege, damit sie nicht fortlaufen, und auch die Gartenarbeit kostet Zeit. Auf alles gleichzeitig zu achten ist aufwendig, da kommen neben den persönlichen Berufszielen sowie dem generellen Wohlbefinden der Sims andere Dinge zu kurz. Immerhin brauchen Tierfreund-Sims nicht wirklich Sozialkontakte, um den entsprechenden Balken im grünen Bereich zu halten. Doch hat man sich einmal ein bisschen eingespielt – oder nicht gleich mehrere Tiere auf einmal angeschafft – trifft „Landhaus-Leben“ seinen Titel ziemlich gut. Die Welt ist friedlich, sieht schön aus und kann Spielerinnen und Spieler so auch mal von Stress der echten Welt ablenken.

Info: Die Erweiterung kostet 39,99 Euro.

Von Annika Eichstädt


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