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Switch Lite: Was Nintendos neue Konsole kann – und was nicht

Switch Lite: Was Nintendos neue Konsole kann – und was nicht
Foto: dpa

Mit dem Verkaufsstart der Switch hat Spieleentwickler Nintendo vor rund zweieinhalb Jahren den Konsolen-Markt kräftig aufgemischt. Im September kommt nun der Nachfolger: die Switch Lite.


Eigentlich nimmt schon der Name „Nintendo Switch“ ein Feature vorweg: Nintendos Konsole kann zwischen mehreren Modi wechseln (engl. to switch). Die Konsole ist nicht nur Handheld-geeignet, sie kann auch an den Fernseher angeschlossen werden und macht so Xbox und Playstation Konkurrenz. Im September soll der kleine neue Bruder der Nintendo Switch auf den Markt kommen – doch die Switch Lite lässt sich weder an den Computer, noch an Fernseher anschließen. Trotzdem könnte die angekündigten Konsole interessant sein.

Schon im Aussehen unterscheidet sich die neue Konsole vom Vorbild. Die Controller befinden sich zwar wie bei der Switch links und rechts vom Bildschirm, abnehmbar sind sie allerdings nicht. Außerdem fehlen ihnen mehrere Funktionen, die aus einigen Spielen eigentlich nicht mehr wegzudenken sind. So steht zum Beispiel die sogenannte HD-Vibration nicht zur Verfügung. Diese Technik überzeugte das Fachpublikum durch ihre hohe Präzision. Sogar das Zählen simulierter Murmeln im Controller war damit möglich.  Durch die konsolenfeste Bauart findet sich auch keine Infrarotkamera mehr in den Controllern. Diese nutzen Spiele, um Inhalte durch die reine Bewegung der Controller zu steuern. Auf diese Weise kann zum Beispiel das Fahrzeug in Mario Kart gelenkt werden.

Nicht alle Spiele sind verfügbar

Durch die fehlenden Funktionen ist auch das Spieleangebot eingeschränkt. Nur Games, die den Handheld-Modus unterstützen, sind auf der Switch Lite spielbar. Für Spiele wie „1-2-Switch“, die nicht für besagten Modus ausgelegt sind, müssen zusätzlich zwei Joy-Cons, die Controller der ursprünglichen Switch-Konsole, erworben werden. Ärgerlich ist hierbei auch, dass weder der Konsole noch den Joy-Cons ein Ladegerät für diese Controller beiliegt. Die Aufladehalterung muss also noch zusätzlich angeschafft werden. Hat man erst einmal externe Controller besorgt, dürfte man recht schnell auf ein weiteres Problem stoßen: Die Switch Lite verfügt nicht über einen Kickstand. Sie kann also nicht wie ihr großer Bruder auf einem Tisch abgestellt werden.

Bereits gekaufte Spiele sind übertragbar

Zumindest bei den Spielelizenzen lässt Nintendo Gnade walten. Games, die im hauseigenen Nintendo E-Shop erworben wurden, können auf mehreren Konsolen installiert werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Geräte mit demselben Nintendo-Account verknüpft sind. Auch bereits erworbene Switch-Spiele können also auf der neuen Plattform weiter genutzt werden. Ebenso ist das Zusammenspielen mit der ursprünglichen Switch-Version sowohl Online als auch im lokalen Multiplayer-Spiel möglich. Auch in Sachen Performance dürften Gamer auf Ihre Kosten kommen: In beiden Konsolen arbeitet ein Nvidia Tegra Chip.

Switch Lite als Zweitkonsole?

Der Knackpunkt dürfte wohl der Preis sein. Diesen verriet die Vorbestell-Funktion von Amazon kürzlich: Für 229 € konnte man sich hier ein Gerät sichern. Als Konsole für Unterwegs könnte die Switch Lite also tatsächlich eine Alternative sein. Als perfekte Zweitkonsole für Switch-Gamer, wie Nintendo sie bewirbt, dürfte sie allerdings nicht sonderlich viel Zuspruch finden. Abgesehen von dem etwas geringeren Gewicht bietet sie im Vergleich zum Vorgänger einfach zu viele Nachteile.

Von Finn Bachmann


Über den Autor/die Autorin:

Finn Bachmann

Finn (17) ist Schüler in Vollzeit und versucht sich zurzeit an seinem Abitur. In seiner Freizeit ist er nicht nur bei der Feuerwehr, für MADS und die Hannoversche Allgemeine Zeitung schreibt er über Lokales, Internationales und was ihn sonst so bewegt.

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