Seite auswählen

Werbung

Facebook-Veranstaltung ruft zum Sturm der Area 51 auf – US-Luftwaffe warnt

Facebook-Veranstaltung ruft zum Sturm der Area 51 auf – US-Luftwaffe warnt
Foto: Dennis Stacy/Mary Evans Picture Library/dpa

Eine aus Scherz erstellte Facebook-Veranstaltung, die zum Sturm der Area 51 aufruft, bekommt 1,8 Millionen Zusagen – und wird von vielen scheinbar ernst genommen. Es gibt zahlreiche Alien-Verschwörungstheorien zu dem Sperrgebiet in Nevada.


Über das Sperrgebiet Area 51 im Süden des US-Bundesstaates Nevada gibt es seit Jahren die unterschiedlichsten Alienverschwörungstheorien. Nun hat eine anfangs als Scherz gemeinte Facebook-Veranstaltung, die zum Sturm des Sperrgebiets aufruft, hohe Wellen geschlagen. Sogar die US-Luftwaffe hat sich dazu geäußert.

Gegründet wurde die Facebook-Veranstaltung mit dem Namen „Storm Area 51, They Can’t Stop All of Us“ (zu Deutsch: Stürmt Area 51, Sie können uns nicht alle stoppen), die bereits 1,8 Millionen Zusagen hat, von Matty Roberts. Der Mann, der wohl nicht erwartet hatte, dass seine Spaßidee so ein Eigenleben entwickelt, hat sich nun auch in einem Interview mit dem Sender Klas-TV geäußert.

Facebook-Veranstaltung hatte laut Ersteller als Witz begonnen

„Es hat eigentlich als Witz begonnen“, sagt er darin. Die Idee dafür sei ihm beim Hören eines Podcasts gekommen, in dem Joe Rogan den selbst ernannten Area-51-Whistleblower Bob Lazar über angebliche Ufotechnologie interviewte. „Aus dem Nichts ist es auf einmal abgegangen. Es war ziemlich wild“, sagt Roberts über die Veranstaltung und nennt das „spooky“, also gruselig. Er habe sogar Angst gehabt, dass das FBI bei ihm aufkreuzen könnte, nachdem die Veranstaltung so viele Zusagen bekommen hatte.

Lesen Sie auch: Area-51-Hype: Reise zur geheimen US-Militärzone

„Spooky“ scheint das mittlerweile auch die US-Luftwaffe zu finden, die jetzt eine Warnung ausgesprochen hat: Man könne nur dringend von jedem Versuch abraten, sich illegal Zugang zu der Anlage im Bundesstaat Nevada zu verschaffen, erklärte der Luftwaffenstützpunkt Nellis, auf dessen Gelände die Area 51 liegt. Welche Schutzmaßnahmen genau für das riesige Gelände bestehen, wurde nicht erläutert.

Sperrgebiet Area 51 wird kameraüberwacht

Bekannt ist, dass das Gebiet kameraüberwacht wird. Schilder, vor denen Touristen sich schon häufiger verbotenerweise haben fotografieren lassen, weisen darauf hin, dass allein der Versuch einzudringen tödlich sein könnte.

Geheimniskrämerei um Area 51 befeuert Verschwörungstheorien

Die Geheimniskrämerei befeuert natürlich die Verschwörungstheorien über unbekannte Flugobjekte und Außerirdische in der Area 51 in Nevada. Auch in Filmen spielte die Gegend immer wieder eine Rolle, wie etwa in Michael Herbigs Komödie „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ aus dem Jahr 2004.

„Lasst uns diese Aliens ansehen“, heißt es auch in der Ankündigung der Facebook-Veranstaltung. Angesetzt ist der Termin für den 20. September. Und dass es sich bei dem Beitrag nur um eine Satireveranstaltung handeln sollte, scheinen lange nicht alle zu verstehen.

Hostel nahe Area 51 ist am 20. September ausgebucht

So sagte Connie West, die Besitzerin des nahe dem Sperrgebiet Area 51 gelegenen Hostels A’Le’Inn, dem National Public Radio, dass sie sehr viele Anrufe bekommen würde und um den 20. September bereits ausgebucht sei. Sie habe sogar angefangen, Zeltplätze auf ihrem Grundstück anzubieten. „Die Leute scheinen das ernst zu meinen. Ich glaube, sie sind doof, wenn sie denken, dass sie es auf das Gelände schaffen, aber ich werde daraus Kapital schlagen“, sagte sie dem Radiosender.

Wüstendörfer, die nahe dem Sperrgebiet Area 51 liegen, haben schon vor der Facebook-Veranstaltung in den vergangenen Jahren aus den Aliengerüchten ein Geschäft gemacht. Dort warten Cafés und ein Hotel zum Thema Außerirdische ebenso auf Gäste wie sogar ein Alienbordell.

Von RND/Hannah Scheiwe


Über den Autor/die Autorin:

Poste einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Videos

Wird geladen...

UNSERE MADS-PARTNER

Send this to a friend