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So beiläufig klingt „mea culpa“ von Bilderbuch

So beiläufig klingt „mea culpa“ von Bilderbuch
Foto:  dpa

Wabernde Synthies und gewohnte Beiläufigkeit: Wären Popmusiker Memes, wäre Bilderbuch das Regenbogen-kotzende Einhorn. So klingt das neue Album der Österreicher.


Wenn Bilderbuch etwas richtig gut kann, ist das Beiläufigkeit: „Ich glaube an Speed. Ich glaube an Weed. Ich glaub’ mir wird schlecht“, schlunzt Sänger Maurice Ernst gelangweilt. Dazu wabern Synthies und die Drums klöppeln einen eingängigen Takt. Klängen die Streicher nicht so expressiv, würde man beim neuesten Album der Österreicher, „Mea Culpa“ (zu deutsch: „Meine Schuld“), schnell abschweifen.

Dudeliger Art-Pop

Zu sehr erinnert der dudelige Art-Pop an Fahrstuhlmusik. Die Texte sind kryptisch, mal Sinn, oft Unsinn. Ernst besingt die Wehwehchen der „superrichen Kids“ und schwere Entscheidungen auf Netflix – wären Popmusiker Memes, wäre Bilderbuch das Regenbogen-kotzende Einhorn.

Die Eintönigkeit wird überstrapaziert: „Taxi, Taxi“ klingt so ausgelaugt, dass der Erzähler – wie es sogar im Pressetext der Band heißt – auf der Rückbank einnickt und erst beim nächsten Track aufwacht.

Kunst oder progressive Muskelentspannung?

Ist das noch Kunst oder schon progressive Muskelentspannung? Egal – am 22. Februar kommt schon das nächste Album „Vernissage My Heart“. Live zu hören gibt es Bilderbuch am 12. April im Capitol, Schwarzer Bär 3.


Über den Autor/die Autorin:

Kira v. d. Brelie

Kira (26) hat Germanistik und Philosophie studiert. Vielleicht wird sie später Lehrerin, vielleicht aber auch nicht. Bis dahin schreibt sie. Für die Zeitung, für die Uni, mit Mama.

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