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„Deutscher Oktober“: Disarstar will Gerechtigkeit

„Deutscher Oktober“: Disarstar will Gerechtigkeit
Foto: Propeller Music & Event GmbH

Privilegien und Benachteiligung, dazwischen die Wut von Disarstar: auf seinem Album „Deutscher Oktober“ stellt der Rapper sich schonungslos der Klassenfrage.


Disarstar ist wütend. Wütend über die Annahme, jeder könne alles erreichen. Seine Wut verpackt er in die düsteren Lines seines neuen Albums. In „Deutscher Oktober“ rappt der Hamburger über geplatzte Träume, Chaos und Resignation. Die insgesamt zwölf Tracks sind ein leidenschaftliches Plädoyer gegen den Kapitalismus und für Gerechtigkeit.

Alkohol, Drogen und Straftaten: Disarstar hatte selbst keine leichte Jugend. Seine eigenen Erfahrungen rückt er aber nicht in den Mittelpunkt. Stattdessen spielt der 27-Jährige auf seinem neuen Album mit den Kontrasten von Privilegien und Benachteiligung. „Ihr geht nach Australien, meine Jungs gehen in Knast“, rappt Disarstar in „Aus­tralien“.

„Deutscher Oktober“ stellt sich schonungslos der Klassenfrage. Doch der Wille zur Veränderung erstickt in Aussichtslosigkeit. Das zeigt bereits der Titel „Deutscher Oktober“ – eine Anspielung auf den gescheiterten Versuch der Kommunistischen Internationale, die Weimarer Republik zu stürzen. Unter­stützt von Gästen wie Nura hat Disarstar ein authentisches Album kreiert, das sich nicht in leeren Phrasen verliert.


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Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (24) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen, liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

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