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„The Largest Reality Call. Ever.“: Leidet die Qualität bei Netflix?

„The Largest Reality Call. Ever.“: Leidet die Qualität bei Netflix?
Foto:  Alexander Heinl/dpa

Netflix kündigt „The Largest Reality Call. Ever.“ für die zweite Jahreshälfte an. Kritiker haben nun Angst, dass Qualitätsserien zugunsten von Reality-TV verschwinden und Netflix damit schlechter wird. MADS-Autor Victor findet das jedoch nicht so schlimm.


Netflix hat Großes vor. Bei „The Largest Reality Call. Ever.“ kann sich jeder, der in den USA, Kanada, Großbritannien oder Irland wohnt und volljährig ist, für eine oder mehrere Reality-Shows bewerben. Zudem sollen viele neue Staffeln bereits vorhandener Trash-TV-Sendungen in nächster Zeit erscheinen. Doch ist das so schlimm, wie manche Serienfans meinen?

MADS-Autor Victor (16). Foto: privat

Zwei Staffeln „The Circle“ angekündigt

„The Circle“ hat beispielsweise ein interessantes Konzept. Die Teilnehmenden der Show versuchen, durch das eigene (Fake)-Profil und Interaktionen im fiktiven sozialen Netzwerk „The Circle“ bei den anderen Teilnehmenden Beliebtheit zu erlangen. Hier wurden zwei Staffeln angekündigt. „Indian Matchmaking“ ist dagegen etwas für Romantikfans. Das Publikum verfolgt die Kupplerin Sima Taparia, wie sie Klienten aus den USA und Indien durch den arrangierten Eheprozess führt. Netflix hat hier ebenfalls eine neue Staffel angekündigt. Auch eine neue Reality-TV-Show mit dem Namen „Roaring Twenties“ ist geplant. Acht 20-Jährige versuchen, in Austin das „new normal of 2020’s America“ zu leben.

Netflix hat sich also für die zweite Hälfte von 2021 ziemlich viele Reality-TV-Serien vorgenommen. Daher haben viele Kritikerinnen und Kritiker nun Angst, dass der Streamingdienst nur noch billiges Trash-TV produziert und weniger qualitativ hochwertige Serien wie etwa „The Witcher“.

Netflix ist immer noch besser als Fernsehen

Doch es gibt sicherlich auch einige Fans von Reality-TV-Serien wie „The Circle“, die sich jetzt freuen, dass neue Staffeln kommen – und dass sie sogar die Chance haben, persönlich mitzumachen. Auch das Argument, Netflix unterscheide sich so nicht mehr vom linearen Fernsehen, ist Quatsch. Viele nutzen Netflix wegen der Flexibilität beim Streaming und, weil sie keine Lust auf Werbepausen haben. Außerdem kann man auf Netflix ziemlich leicht „binge watching“ betreiben, also mehrere Episoden einer Serie am Stück schauen.

Noch ist es zu früh, um zu sagen, ob Reality-TV die „Hochglanzserien“ verdrängen wird. Schließlich ist auch von „The Witcher“ eine zweite Staffel angekündigt.

Von Victor Ji-Hong Li


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Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

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