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MADS Global: Nadine arbeitet als Freelancerin in Argentinien

MADS Global: Nadine arbeitet als Freelancerin in Argentinien
Foto: privat

Jede Woche stellen wir Jugendliche vor, die im Ausland leben und lernen. Diese Woche erzählt Nadine Mönch (20) von ihrer Zeit als Freelancerin in Argentinien.


Es ist Sonntag und ich korrigiere gerade die Anleitung zum Bau eines Atomschutzbunkers für einen deutschen Kunden, als ich eine E-Mail bekomme. Ich öffne sie und lächle. Ich bin auf einer Plattform nun eine top-rated Freelancerin. Das bedeutet mehr Profilklicks, mehr Aufträge und eine bessere Bezahlung. Ich bin quasi befördert worden. Nach nur sechs Monaten.

Zuvor habe ich als Freiwillige in einer argentinischen Gemeinschaft gearbeitet, zu der sich einige Familien zusammengeschlossen hatten. Ich half beim Kochen, lernte mehr über Permakultur und Biokonstruktion. Sechs Stunden Arbeit am Tag gegen Unterkunft und Verpflegung. Das Leben war naturverbunden und entspannt. Um neun Uhr morgens sollten wir anfangen zu arbeiten, doch meist wurde erst noch eine halbe Stunde lang gemütlich Mate getrunken.

Arbeiten unter Palmen und blauem Himmel: Nadine Mönch (20) in Argentinien. Foto: privat

Nebenbei schrieb, korrigierte und übersetzte ich Texte für Kunden aus aller Welt, um mir damit Reisen nach Chile und Brasilien finanzieren zu können. Schon bald beschloss ich, meine Zeit ganz der online Arbeit zu widmen.

Inzwischen lebe ich in Gualeguay, einer Stadt etwas nördlich von Buenos Aires. Meine Einnahmen können von Monat zu Monat stark schwanken, doch die Lebensunterhaltungskosten sind für mich dank der schwachen argentinischen Währung relativ gering. Deswegen werde ich noch ein paar Monate bleiben, bevor ich weiterziehe. Wohin es gehen soll, weiß ich noch nicht. Bis dahin tanze ich weiter Zumba (Tango gefällt mir auch, aber es ist tatsächlich wie sie hier sagen „was für ältere Leute“), esse Tortas Fritas (die werden aber nur verkauft, wenn es regnet – warum konnte mir bisher keiner erklären) und lerne noch immer Neues über dieses Land, das zwar unglaublich chaotisch aber zugleich auch atemberaubend schön ist.

Von Nadine Mönch

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