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So ist es, in Amsterdam zu studieren

So ist es, in Amsterdam zu studieren
Foto:  Emma Schell

Jede Woche stellen wir Jugendliche vor, die im Ausland leben und lernen. Diese Woche erzählt Emma Schell vom Studieren in Amsterdam.

Seit September 2018 studiere ich mit etwa 90 Kommilitonen an der Vrije Universiteit Amsterdam PPE, das steht für „Philosophy, Politics and Economics“. Mein zweites Semester hat gerade begonnen. Unsere Unterrichtssprache ist Englisch. Ich liebe das Uni-Leben hier, auch wenn es streng getaktet ist. Vom ersten Tag an musste ich zu 100 Prozent mitarbeiten. 

Typisch in Holland: Pro Semester gibt es drei „periods“, in denen ich jede Woche zwei Kurse besuche. Ein Teil ist Vorlesung, ein Teil Seminar. Das sind 16 Stunden plus Vor- und Nachbereitung und Klausur am Ende. Gerade belege ich „History of Philosophy“ und „Statistics“. Ferien gibt es nur im Sommer und zwei Wochen über Weihnachten. 

Platon und Agrarpolitik

Aber die Kurse sind spannend: Wir diskutieren über Platons Ideenlehre oder die Agrarpolitik der EU. Inzwischen weiß ich auch, was es mit dem „Paradox des Wählens“ nach Anthony Downs und dem „komparativen Kostenvorteil“ nach David Ricardo auf sich hat. Dank eines Stipendiums muss ich die 4100 Euro Gebühren pro Studienjahr nicht selbst finanzieren. Ich teile mir ein kleines Apartment im Wohnheim mit Quan Qi, einer Politikstudentin, und zahle dafür 380 Euro Monatsmiete. Die Uni hat mir bei der Suche geholfen. 

In ihrer Freizeit besucht Emma gern die Museen der Stadt.

Bewerben musste ich mich schon im Januar, also vor den Abiprüfungen, über das Onlineportal Studylink. Am meisten zählte dabei der vierseitige Fragebogen zur Motivation und der Lebenslauf – da vor allem die studienrelevanten Aktivitäten außerhalb der Schule. 

Ich liebe mein neues Leben in Amsterdam und das Flair der Stadt. Wenn ich nicht lerne, stöbere ich durch die schönen Kunstmuseen und Secondhandläden und kehre dann in eines der vielen süßen Cafés ein. Und natürlich radele ich täglich mit meinem „fiets“ an den Grachten entlang. Es gibt hier rund 881.000 Fahrräder – also mehr als Einwohner! Gefragt sind sie offenbar trotzdem – mir wurden innerhalb von zwei Wochen zwei Räder geklaut. 

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