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Luxus Resort gegen Depressionen: Cathy Hummels äußert sich zur Kritik

Luxus Resort gegen Depressionen: Cathy Hummels äußert  sich zur Kritik
Foto: Tobias Hase/dpa

Vergangene Woche veröffentlichten Cathy Hummels und andere Influencerinnen Einblicke in ihren Luxus-Urlaub, der auf mentale Probleme aufmerksam machen soll. Nach reichlicher Kritik äußert sich Hummels nun zu dem Werbepost.


Vor Kurzem veröffentlichte Cathy Hummels gemeinsam mit anderen Influencerinnen, wie Sophia Thiel und Diana zur Löwen, Einblicke in einen Luxus-Retreat auf Rhodos. Dahinter steht kein „normaler“ Influencerinnen-Urlaub, sondern das Ziel, auf mentale Probleme aufmerksam zu machen. 

Damit stieß sie aber auf große Kritik: Auf Twitter und Instagram zeigten sich viele empört und wütend, dass Cathy mit einem so ernsten Thema für eine Reise mit Personaltrainer, teurem Essen, Charity-Gala und Yoga aufmerksam macht. Vor allem viele Betroffene waren fassungslos. Mit ihrer Werbung vermittle sie das Bild, dass eine psychische Erkrankung durch etwas Luxus-Urlaub geheilt werden könne. Dem ist aber nicht so. Auch die Deutsche Depressionsliga äußerte sich zu den Postings und veröffentlichte eine Pressemitteilung mit dem Titel „Depression ist kein Marketinginstrument„. Auf Instagram wendeten sie sich dann direkt an die Influencerin.

Hummels löscht Post

Nun äußert sich Hummels zu der Kritik auf Instagram. In einem langen Text unter einem Instagram-Post entschuldigt sich die Influencerin: „Wenn sich dadurch Menschen, vor allem Betroffene von Depression, oder anderen psychischen Erkrankungen, nicht ernst genommen oder verletzt gefühlt haben, tut mir das Leid und ich entschuldige mich dafür.“

Sie sehe ein, dass die Kommunikation nicht so gelungen sei, wie es hätte sein sollen. Eigentlich habe sie nur auf die Erkrankung aufmerksam machen wollen. Jede und jeden könne es treffen, schreibt sie. „Auch Menschen, die im Rampenlicht stehen.“ Denn sie selbst sei in ihrer Jugend von schweren Depressionen betroffen gewesen.

Über Depressionen möchte sie auch in Zukunft sprechen: „Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass über seelische Gesundheit und psychische Erkrankungen gesprochen, informiert und aufgeklärt wird. Die seelische Gesundheit braucht die gleiche Akzeptanz wie unsere körperliche Gesundheit.“ Nur den Post habe sie gelöscht, da unter den Kommentaren neben Kritik auch viele Hassnachrichten gewesen seien. „Ich kann Kritik ertragen und annehmen und versuche, daraus zu lernen. Aber Beleidigungen oder gar Hass haben bei mir keinen Platz.“ Ein anderes Reel, in dem sie und andere prominente Gesichter ihre mentalen Leiden benennen, ist hingegen noch verfügbar.

Support von Influencerinnen

In ihrer Instagram-Story teilte die 34-Jährige die Unterstützung von anderen Influencerinnen. So äußern sich Nina Moghaddam und Rammiya Gottschalk in ihren Storys zu der Situation. Sie geben an, dass sie selbst Teil des Sun & Soul Retreats waren. „Ich finde es unglaublich wie eine, die selbst betroffen ist, so öffentlich persönlich angegriffen wird“ schreibt die Micro-Influencerin Gottschalk. Und auch Moghaddam steht hinter Cathy Hummels und dem Projekt: „Das ganze Event hatte so viel Herz und Tiefgang. […] Wie jetzt mit [Cathy] umgegangenen wird, ist eine Hetzjagd voller Hass und Neid.“


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Über den Autor/die Autorin:

Ella Rinke

Ella (21) studiert Medien und Kommunikation. Neben Kunst interessiert sie sich für Musik, die sie bei MADS rezensiert. Dazu schreibt sie über alles, was gerade so passiert.

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