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Imminence spielen auf ihrem neuen Metal-Album „Heaven in Hiding“ Geige

Imminence spielen auf ihrem neuen Metal-Album „Heaven in Hiding“ Geige
Foto: Atom Splitter PR

Gitarren und Geige, Klargesang und Growls – Imminence zeigen auf ihrem neuen Album eine große Bandbreite musikalischer Stilmittel. „Heaven in Hiding“ ist dennoch rund – und gerade deshalb beeindruckend.


Metalcore mit Geige: Die schwedische Band Imminence hat ihr viertes Studioalbum „Heaven in Hiding“ veröffentlicht. In den zweieinhalb Jahren seit der jüngsten Veröffentlichung haben die fünf Musiker ihren Stil spürbar weiterentwickelt. Das war bereits auf den vorangegangenen Singleauskopplungen zu erahnen. Zuletzt erschienen „Chasing Shadows“ und „Alleviate“ mit einem gemeinsamen langen Musikvideo. Auf den 13 Songs des neuen Albums schaffen Imminence gekonnt den Spagat zwischen ruhigen Passagen und harten Metal-Klängen. Die Band kombiniert kraftvolle Vocals mit Melodien, in denen auch klassische Instrumente zu hören sind.

Untypisch für Metal-Songs: Imminence spielen Geige

Die Besonderheit der Gruppe ist, dass Sänger Eddie Berg Geige spielt. Das Instrument trägt die Melodien mit und verleiht den Songs von Imminence einen melancholischen Klang. Damit übertreibt es die Band nie, ihre Songs bleiben im Metalcore angesiedelt. Die meisten Titel sind nicht so konstruiert, dass sie auf ein Geigensolo hinarbeiten, wie es bei anderen Bands im Genre mit einer Gitarre der Fall wäre. Lediglich in „این نیز بگذرد“ steht die Geige im Vordergrund.

Stimmlich wechselt Berg auf „Heaven in Hiding“ zwischen Klargesang und geschrienen Passagen, wobei der Fokus deutlich auf den gesungenen Parts liegt. Shouts und Growls verstärken bei Imminence eher im Hintergrund das Gefühl von besungenem Schmerz. Der Song „Alleviate“ kommt allein mit Klargesang aus und besticht stattdessen mit einer fesselnden Klaviermelodie.

„Temptation“, „Moth to a Flame“ und „Enslaved“, welches zusätzlich elektronische Elemente mit einbindet, klingen nach klassischem Metalcore, sind durch die Geige allerdings noch immer deutlich als Imminence-Lieder zu erkennen. Die Texte der Band beschäftigen sich häufig mit der eigenen Gefühlswelt. Dem hängt zwar stets eine gewisse Wehmut nach, allerdings schaffen die Musiker es, ihre Songs stellenweise hoffnungsvoll klingen zu lassen.

Auf ihrem neuen Album bieten Imminence Lieder mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen an. Verbindend ist, dass sie alle überzeugend klingen. Kein Aspekt kommt zu kurz, nichts drängt sich in den Vordergrund. Insgesamt ist „Heaven in Hiding“ ein rundes Album, das man sich einfach mehrmals anhören muss.


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Über den Autor/die Autorin:

Annika Eichstädt

Annika (23) macht ihren Master in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft. Das ist zwar brotlose Kunst, aber sie liest oder schreibt nun einmal den ganzen Tag. Bei MADS rezensiert sie am liebsten Musik oder Serien.

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