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„Im Westen nichts Neues“: Diese Schullektüre wurde noch verfilmt

„Im Westen nichts Neues“: Diese Schullektüre wurde noch verfilmt
Foto: unsplash/Jamie Taylor

Am 8. September beginnen die Filmfestspiele in Toronto, auf denen auch die Neuverfilmung von „Im Westen nichts Neues“ Premiere feiert. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque, den viele noch aus dem Deutschunterricht kennen. MADS stellt noch mehr neuere Verfilmungen von Schullektüre vor.


„Im Westen nichts Neues“

Bereits vor der offiziellen Filmpremiere kann „Im Westen nichts Neues“ einen Erfolg feiern: Der Film geht als deutscher Beitrag für die Kategorie „Bester Internationaler Film“ bei der Oscar-Verleihung 2023 ins Rennen (die Nominierungen werden traditionell erst zu Jahresbeginn bekanntgegeben). Die Verfilmung basiert auf Erich Maria Remarques Klassiker und beliebter Schullektüre „Im Westen nichts Neues“ und erzählt die Geschichte von deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg. Als Hauptcharakter dient der junge Soldat Paul Bäumer. Er hat sich, von der Kriegspropaganda angetrieben, freiwillig als Soldat für die Westfront gemeldet, lernt dort aber die Schrecken des Krieges kennen. Unter anderem spielt Daniel Brühl in der Verfilmung mit, die im Oktober auf Netflix erscheint.

„The Tragedy of Macbeth“

Die neue Verfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ aus dem Jahr 2021 ist aus filmkünstlerischer Sicht erfrischend unkonventionell. Der Film ist nämlich nicht nur in schwarz-weiß gedreht, Regisseur Joel Coen wählte auch ein Bildverhältnis von 1,37:1 – und erinnert damit an Regisseure wie Fritz Lang aus den 1930er-Jahren. Shakespeares Tragödie erzählt die Geschichte des schottischen Heeresführers Macbeth, der im Film von Denzel Washington gespielt wird. Dieser ermordet, angestachelt von seiner Frau und drei Hexen, seinen König Duncan und erhofft sich dadurch Macht und Ruhm. Stattdessen ist es sein Untergang.

„The Great Gatsby“

Leonardo DiCaprio, Tobey Maguire, Carrey Mulligan – die Verfilmung von „The Great Gatsby” aus dem Jahr 2013 kommt mit viel Starpower daher. Die Literaturvorlage von F. Scott Fitzgerald stammt aus dem Jahr 1925 und ist eine – zumindest bei Lehrkräften – gern gesehene Schullektüre im Englischunterricht. Die Geschichte spielt in New York während der Goldenen Zwanziger. Der junge Wertpapierhändler Nick Carraway (Maguire) lernt den mysteriösen Millionär Jay Gatsby (DiCaprio) kennen. Dieser lebt ein ausschweifend dekadentes Leben, ist tief im Inneren aber einsam. Deshalb bittet er Carraway, ihn mit seiner Cousine Daisy (Mulligan) zu verkuppeln. Mit ihr war Gatsby schon einmal zusammen, er musste jedoch in den Ersten Weltkrieg ziehen. Das Problem: Daisy ist mittlerweile verheiratet.

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„Fahrenheit 451“

Als Ray Bradbury sein Werk „Fahrenheit 451“ veröffentlichte, beging er einen Irrtum. Er nahm an, dass Papier sich bei einer Temperatur von 451°F entzünden würde und benannte sein Buch danach. Stattdessen entzündet sich Papier bei 451°C. Denn der Roman spielt in einer dystopischen Zukunft, in der Bücher verboten sind. Es ist Aufgabe der Feuerwehr, illegale Bücher zu verbrennen. Stattdessen wird die Bevölkerung mit Drohen und Fernsehen unterhalten. Die Geschichte handelt von Guy Montag, der anfangs selbst ein systemkonformer Feuerwehrmann ist. Als er jedoch einige gestohlene Bücher liest, beginnt er, das System zu hinterfragen. 2018 wurde der Klassiker neu verfilmt, die Hauptrolle spielt Michael B. Jordan.

„Tschick“

Im Gegensatz zu den anderen Werken auf der Liste ist der Jugendroman „Tschick“ erst 2010 erschienen. Der Autor Wolfgang Herrndorf erzählt darin die Geschichte des 14-jährigen Maik Klingenberg, der Außenseiter in seiner Klasse ist. Als eines Tages der neue Mitschüler Andrej Tschichatschow, Spitzname Tschick, in seiner Klasse erscheint, ist das der Beginn einer neuen Freundschaft. Diese Freundschaft führt die beiden auf eine Reise mit einem klapprigen Auto ohne Landkarte durch den Osten Deutschlands, auf der sie viele verschiedene Menschen treffen. Die Schullektüre aus dem Deutschunterricht wurde 2016 von dem deutschen Regisseur Fatih Akin als Arthouse-Film adaptiert, welcher für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde.


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Über den Autor/die Autorin:

Jeffrey Ji-Peng Li

Jeffrey (21) studiert Medizin, obwohl er noch nie Grey‘s Anatomy geschaut hat. Trotzdem schreibt er gerne über Filme und Serien, aber auch über den Uni-Alltag und was ihn sonst beschäftigt.

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