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Gemeinsames Album von Fatoni & Edgar Wasser: „Delirium“ spielt mit Gegensätzen

Gemeinsames Album von Fatoni & Edgar Wasser: „Delirium“ spielt mit Gegensätzen
Foto: Twitter/ @Fatonimusik

In ihrem neuen Album treffen Fatoni und Edgar Wasser auch gesellschaftskritische Töne.


Die beiden Münchner Rapper Fatoni und Edgar Wasser haben sich für ein Album zusammengeschlossen. „Delirium“ ist nach „Nocebo“ bereits das zweite Kollaboalbum – für Edgar Wasser sogar das erste richtige Album seit 2014. Die Platte beginnt, wie sie sich auch fortsetzt: „Ratatatatatatatatat“ teilt Seitenhiebe gegen alle aus, neben anderen Rappern auch gegen Fatoni und Edgar selbst. Auch Scherze über den eigenen, niedrigen Bekanntheitsgrad gibt es einige. Das Album gipfelt mit „Künstlerische Differenzen“ sogar in einem Song, in dem die beiden Musiker aus der Perspektive des jeweils anderen dessen Stil parodieren. Unter-malt werden die humorvollen Tracks von absichtlich albernen Adlibs. Trotz Selbstironie sprechen die beiden aber auch ernste Themen an: „Realität“ karikiert zynisch die aktuelle Weltpolitik, in „Freierssohn“ sprechen die beiden Rapper über Beschimpfungen über Minderheitenbezeichnungen im Hip-Hop: „Denn welcher Kraftausdruck ist korrekt, aber trotzdem Kraft? Ich bin Rapper, ich will manchmal Leute beleidigen.“ Am Ende von „Delirium“ ist lediglich schade, dass bis auf „Yolo“ jeder Song nur eine Strophe pro Rapper vorweisen kann.


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Über den Autor/die Autorin:

Annika Eichstädt

Annika (23) macht ihren Master in Neuerer Deutscher Literaturwissenschaft. Das ist zwar brotlose Kunst, aber sie liest oder schreibt nun einmal den ganzen Tag. Bei MADS rezensiert sie am liebsten Musik oder Serien.

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