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Prominente Frauen wehren sich gegen Bodyshaming

Prominente Frauen wehren sich gegen Bodyshaming
Foto: Unsplash/Huha Inc

Beleidigungen und Hass finden in den sozialen Medien schnell einen Weg in die Öffentlichkeit. Jetzt haben sich drei Schauspielerinnen über Bodyshaming beklagt.


Ist nach Jahren des Body-Positivity-Movements bei allen angekommen, dass sie ihre Meinung über die Körper anderer für sich behalten sollten? Ein Blick in ein beliebiges soziales Netzwerk verrät: nein. Noch immer ist Bodyshaming, also die Abwertung anderer aufgrund von Äußerlichkeiten, aktuell. Immer wieder müssen sich vor allem Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen, verletzende Kommentare und Beleidigungen anhören.

„Ich sorge mich um deine Gesundheit“

Schauspielerin Melanie Lynskey („Two and a Half Men“, „Yellowjackets“) äußerte sich jetzt zu Sticheleien, sie habe zugenommen. Diese Beleidigungen seien meist verpackt in der womöglich gut gemeinten Aussage: „Ich sorge mich um deine Gesundheit.“ Doch dünn sei nicht gleichzusetzten mit gesund, schreibt die Schauspielerin auf Twitter.

In einem Interview mit dem „Rolling Stone“ sagte Lynskey, sie sei bei den Dreharbeiten zu „Yellowjackets“ von einem Crew-Mitglied gefragt worden, ob sie nicht vorhabe abzunehmen. Daraufhin beschwerte sie sich bei der Regie. In der Serie spielt sie die Hauptrolle der Shauna. Ihr Ziel sei es, dass „Frauen, die Yellowjackets schauen, sich in der Figur der Shauna sehen können, und niemand sagt, sie sei die Dicke“.

„Bitte behalte deine Meinung für dich“

Auch Schauspielerin Nicola Coughlan, bekannt als Penelope in der Netflixserie „Bridgerton“, hat genug vom Bodyshaming. „Wenn du eine Meinung über meinen Körper hast, dann teile sie bitte nicht mit mir“, schreibt Coughlan auf Instagram. Viele versuchten zwar, freundlich und nicht beleidigend zu sein. Doch sie sei auch bloß ein Mensch und es sei schwer, Tag für Tag mit all den Meinungen über ihr Äußeres konfrontiert zu werden.

„Leben und leben lassen“

Die indische Schauspielerin Kajal Aggarwal muss sich sogar während der Schwangerschaft negative Kommentare und Memes zu ihrem Körper gefallen lassen. Auf Instagram hat sie eine Bitte an die Fans: „Lasst uns lernen, freundlich zueinander zu sein und, falls das zu schwierig ist: vielleicht einfach mal leben und leben lassen.“ Die Schauspielerin erklärt auch, dass es insbesondere in der Schwangerschaft völlig normal und gut sei, dass sich der Körper verändere. Das betreffe außerdem nicht nur das Gewicht und die Figur, sondern möglicherweise auch die Haut aufgrund der hormonellen Veränderungen. Aggarwal betont, dass die Geburt eines Kindes etwas ganz Besonderes und einer der schönsten und einzigartigsten Momente im Leben sei. Deswegen sei es wichtig, sich darauf zu konzentrieren und sich nicht von negativen Kommentaren über die äußerliche Veränderung oder stereotypischen Schönheitsidealen runterziehen zu lassen.

Bodyshaming – nichts Neues

Bereits in der Vergangenheit haben sich einige prominente Frauen zum Thema Bodyshaming geäußert. Billie Eilish etwa reagierte im vergangenen Jahr auf heftige Vorwürfe und Beleidigungen, nachdem sie bei einem Cover-Shoot mit der „Vogue“ in Unterwäsche zu sehen war. Die 20-jährige Sängerin zeigte sich bis dahin meist in Oversized-Kleidung und wollte mit dem neuen Style ein Statement setzen und ihre Fans dazu ermutigen, das zu tragen, wie sie möchten.

Von Marret Borchert


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