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Ausprobiert: MADS testet Mitmachexponate der Ideenexpo

Ausprobiert: MADS testet Mitmachexponate der Ideenexpo
Foto: Sonja Scheller

Nagellack herstellen, kleine Roboter selbst programmieren oder in kurzen Games das Thema Nachhaltigkeit entdecken: Auf der Ideenexpo gibt es viel zu entdecken und auszuprobieren. MADS-Autorin Josefine testet einige der mehr als 720 Mitmachexponate.


VW bei der Ideenexpo: Handwerkliches Geschick ist gefragt

Weder in der Theorie noch in der Praxis bin ich handwerklich begabt. Deswegen halte ich mich auch nicht für die richtige Person, um am Stand von Volkswagen in Halle 9 der Ideenexpo den neuen ID. Buzz auseinanderzubauen und wieder zusammenzusetzen. Ausprobieren will ich es trotzdem. Denn wann hat man schon einmal die Gelegenheit, einen Wagen bis auf die Karosserie auseinanderzunehmen? Also gesagt, getan.

Vor Ort erklärt mir Fabian Rattmann, wie ich die Hebebühne bediene, auf der das Auto steht. Nur einen Knopfdruck später ist der Wagen auch schon auf Augenhöhe. Rattmann zeigt mir die Radschrauben, die ich an dem Wagen anbringen soll. Welche Größe die Bolzen haben? „Keine Ahnung“, gebe ich zu. Kurz darauf werde ich jedoch aufgeklärt: Die Radmuttern haben eine Schlüsselweite von 17 Millimetern.

Schrauben, drehen, korrigieren: Bei Volkswagen kann man den ID.Buzz auseinandernehmen. MADS-Autorin Josefine Battermann testet das mit der Hilfe von Fabian Rattmann von VW aus. Foto: Sonja Scheller

Während Rattmann das richtige Werkzeug holt und anschließend das ziemlich schwer aussehende Rad inklusive Felge an die richtige Stelle hält, versuche ich, die einzelnen Radschrauben reinzudrehen. Dabei muss man wirklich fleißig drehen, drehen und noch mehr drehen. Kaum sind alle fünf drin, ziehe ich die Radschrauben noch mit einem Drehmomentschlüssel fest – und spätestens jetzt komme ich schon etwas ins Schwitzen, denn dafür braucht man Kraft. Doch dann bin ich fertig und das Rad sitzt perfekt. Wenigstens für einen Reifenwechsel wäre ich jetzt also qualifiziert. Das restliche Auto überlasse ich aber doch lieber den Profis.

Eigenen Nagellack herstellen

Etwas weniger technisch geht es am Stand von „Chemie verbindet“ zu. Vor Ort kann man nicht nur buntes Geschirrspülmittel herstellen, Anhänger versilbern oder einen Propeller bauen, sondern auch einen eigenen Nagellack herstellen.

Bei „Chemie verbindet“ können Besucherinnen und Besucher ihren eigenen Nagellack mischen. Foto: Sonja Scheller

Zur Auswahl stehen zwar nur die Farben blau, gelb und rot, doch wer damals im Kunstunterricht gut aufgepasst hat, der weiß genau, dass sich daraus auch alle anderen Farben mischen lassen. Passend zum orangefarbenen Logo der Ideenexpo wähle ich ein schönes Hellrot. Etwas knifflig ist es schon, die Nagellackfarbe aus der Tube in die kleine Öffnung des Fläschchens zu füllen – und fast hätte ich dabei auch nicht getroffen. Doch schnell ist die kleine Flasche voll. Mithilfe eines Trichters fülle ich noch ein wenig Glitzer hinzu und schüttele die kleine Flasche kräftig durch – fertig ist der eigene Nagellack.

Frisur zerstören lassen vom Van-de-Graaff-Generator

Am Stand von Niedersachsenmetall stehen den Besucherinnen und Besuchern wortwörtlich die Haare zu Berge. Die große, silberne Kugel, die dort aufgebaut ist, ist ein sogenannter Van-de-Graaff-Generator. Dieser kann eine hohe elektrische Gleichspannung erzeugen. Legt man vorab die Hand auf die Kugel, heben die Haare in Richtung Himmel ab.

Lässt die Haare in alle Richtungen abstehen: Der Van-de-Graaff-Generator. Foto: Sonja Scheller

Fast sofort spüre ich ein Surren, das durch meinen gesamten Körper zieht. Wenn ich den Kopf ein wenig bewege, sehe ich aus dem Augenwinkel, wie meine Haare langsam nach oben steigen. Das Surren fühlt sich nicht nur lustig an, sondern die abstehenden Haare sehen auch lustig aus.

Einen Roboter selbst programmieren

In Halle 8 dreht sich alles rund um das Thema Nachhaltigkeit. Dieser Themenbereich ist neu in diesem Jahr. Das Schülerforschungszentrum Osnabrück möchte zeigen, dass Roboter beim Recyceln helfen können. Dafür darf ich vor Ort einen der „DOBOT“-Roboter selbst programmieren. Die Roboter können nicht nur Blöcke anheben, sondern auch zeichnen oder Dinge nach Farben sortieren. Ich entscheide mich für die kleinen Blöcke.

Einen Roboter programmieren: Das ist beim Schülerforschungszentrum Osnabrück in Halle 8 möglich. Foto: Sonja Scheller

Lars Schötz erklärt mir, wie der Roboter funktioniert. Wenn ich einen kleinen Knopf auf der oberen Seite gedrückt halte und eine Bewegung ausführe, merkt sich der Roboter diese Bewegung. So kann ich ganze Bewegungsabläufe programmieren. Auf dem dabei stehenden Laptop werden die einzelnen Bewegungen dann als eine Art Code gespeichert. Hier kann ich per Mausklick auch noch ein wenig in die richtige Richtung nachjustieren. Nach ein paar Übungsdurchläufen habe ich es tatsächlich geschafft, dass der Roboter einen Block auf den anderen setzt – wenn auch nicht ganz gerade.

Planetarium auf der Ideenexpo

Wer schon immer mal ein Planetarium besuchen wollte, kann auch dies auf der Ideenexpo tun. Im großen Kuppeldome in Halle 9 gibt es zwei verschiedene Shows, die sich beide lohnen. In der Show über unsere Erde konnte ich so einiges über den Treibhauseffekt, die verschiedenen Planeten sowie über die Wasserströme auf der Erde erfahren. Zum Ende der Show gab es zudem einen kleinen Denkanstoß: Wir alle sollten mehr über unser Konsumverhalten nachdenken, denn es gibt nur diese eine Erde.

Von Josefine Battermann


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Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

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