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Warum Deutsch-Rap ein Problem mit Verschwörungstheorien hat

Warum Deutsch-Rap ein Problem mit Verschwörungstheorien hat
Foto: unsplash.com/@chasefade

Rapper wie Fler, Sido, oder B-Lash verbreiten im Netz Verschwörungstheorien. Till Arndt aka Skinny, Chefredakteur von rap.de, erklärt, dass Deutschrap ein Problem damit hat. Doch wie gefährlich ist das?


Der vegane Koch Attila Hildmann, der ehemalige rbb-Journalist Ken JebsenInfluencerin Senna Gammour und Tanzcoach Detlef D! Soost sind gerade in aller Munde – sie haben Verschwörungstheorien rund um das Corona-Virus im Netz verbreitet. Doch nicht nur diese Promienten sind derzeit fleißig dabei, absurde Thesen zu posten. Der Rapper Fler zitierte in seiner Telegram-Gruppe „Maskulin“ US-Gründervater Benjamin Franklin: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“ und postete das Video des bekannten Verschwörungsideologen Ken Jebsen mit den Worten „Alle mal abchecken“. 

Screenshot aus Flers Gruppe „Maskulin“.

Sido erzählt von Kindern, die auf unerklärliche Weise verschwinden

Doch Fler ist nicht der einzige deutsche Rapper, der gerade mit verschwörerischen Beiträgen auffällt. Sido plaudert im Interview mit Ali Bumaye über Kinder, die „auf unerklärliche Weise“ verschwinden und von „sehr reichen, sehr mächtigen Leuten“, die damit etwas zu tun haben könnten. Auch die beiden Rapper B-Lash und MC Bogy benennen in ihrem „100% Realtalk Podcast“ immer wieder Verschwörungstheorien. Sponsor des Podcasts und zuletzt auch Gast: der vegane Koch Attila Hildmann.

„Deutschrap hat ein Verschwörungstheorien-Problem“

„Deutschrap hat ein Verschwörungstheorien-Problem“, bestätigt auch Till Arndt aka Skinny, Chefredakteur von rap.de dem Onlinemagazin Bento. Dieses sei nicht neu, aber in der Coronakrise noch sichtbarer geworden. „In erster Linie äußern sich die, die das vorher auch schon gemacht haben. Sie sind nur viel lauter geworden“, sagt Skinny. Das Problem dabei: Deutschrap entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Jugendkulturen in Deutschland. Rapper wie Capital Bra feiern nicht nur mehr Nr.1-Hits als die Beatles – sie sind auch zu Vorbildern geworden. Laut des Portals „Schau hin!“ schreiben 41 Prozent der Befragten zwischen 14 und 17 Jahren Influenzern große Glaubwürdigkeit zu – sie glauben die Theorien, die ihre Lieblinge im Web verbreiten. Deswegen ist gerade jetzt umso wichtiger, dass Aussagen hinterfragt und gegengecheckt werden.

Von Laura Ebeling

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