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Tragisch und schön: Das ist „Wasteland, Baby!“ von Hozier

Tragisch und schön: Das ist „Wasteland, Baby!“ von Hozier
Foto:  Rachael Wright

Krachendes Schlagzeug, Gospelchöre und politische Texte: Auch in seinem neuen Album kombiniert Hozier Gesellschaftskritik und satte Melodien.


Mit seinem Lied „Take Me to Church“ gegen Homophobie in der Kirche wurde Hozier ​2013 bekannt. Dass ihm eine politische Haltung am Herzen liegt, zeigt er nun auch auf seinem zweiten, gerade erschienenen Album „Wasteland, Baby!“. Schon der Opener „Nina Cried Power“ ist mit ordentlich Chören und Leidenschaft eine echte Hozier-Hymne.

Der Ire besingt dort Musikerinnen wie die dunkelhäutige Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone, die sich gegen Rassismus stark gemacht hat. Das ist tragisch und schön zugleich. In „Be“ kritisiert der 29-Jährige, dass heute noch Menschen auf der Flucht verhungern. Wie schon auf seinem Debüt prangert er auch auf „Wasteland, Baby!“ mit religiösen Metaphern für Liebe und Sex das Tabu von Sexualität in der Kirche an.

Ein krachendes Schlagzeug, Gospelchöre und satte Melodien sind typisch für Hoziers bluesigen Folk-Pop. Viel aufregender ist aber das, was sich noch auf dem Album versteckt: Rockige Gitarren wie in „No Plan“ oder „Dinner and Diatribes“, in dem Hozier mit abwechselnd zittriger, schmetternder oder fordernder Stimme wunderschön böse Fantasien zum Leben erweckt.

Von Carlotta Hartmann

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