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Deshalb lohnt sich Fabers neues Album

Deshalb lohnt sich Fabers neues Album
Foto: dpa

Gesellschaftskritisch und provokant singt Faber in seinem neuen Album über Selbstvermarktung und Flüchtlingskrise. „I Fucking Love My Life“ klingt nach betrunkender Verzweiflung, findet MADS-Autorin Kira.


Julian Pollina alias Faber provoziert gern. Schon auf seinem Debüt eckte er mit der Drastik seiner musikalischen Rollenspiele an – wie als übergriffiger Sexist in „Wem du’s heute kannst besorgen“. Auch auf seinem neuen Album „I Fucking Love My Life“ nimmt der 26-Jährige kein Blatt vor den Mund. Zu rumpelnden Balkanbeats und dominanten Bläsern kritisiert er etwa konsumorientierte Selbstvermarktung auf Instagram: „Glück kann man sich kaufen, es ist nur sehr teuer.“

Jedes Lied klingt irgendwie nach betrunkener Verzweiflung, kurz vor der Sperrstunde an einem Kneipentresen dahingekrächzt. Seine Satiren sind klug beobachtet und einfühlsam, ohne dabei anbiedernd zu sein.

Manchmal geht’s aber auch daneben wie beim Anti-Nazi-Song „Das Boot ist voll“: Für die Zeile „Geh in die Knie, wenn ich dir meinen Schwanz zeig. Nimm ihn in den Volksmund“ fing er sich sogar eine Schelle von Musikjournalist Linus Volkmann ein. „Vergewaltigungsfantasien gegen rechts? Alter!“, kommentierte dieser aufgebracht. Faber nahm die Single wieder offline und sang eine unverfänglichere Version ein.


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Über den Autor/die Autorin:

Kira v. d. Brelie

Kira (26) hat Germanistik und Philosophie studiert. Vielleicht wird sie später Lehrerin, vielleicht aber auch nicht. Bis dahin schreibt sie. Für die Zeitung, für die Uni, mit Mama.

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