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Nachhaltiger grillen: So kommt ihr umweltfreundlich durch den Sommer

Nachhaltiger grillen: So kommt ihr umweltfreundlich durch den Sommer
Foto: Unsplash/Evan Wise

Mit steigenden Temperaturen beginnt auch wieder die Grillsaison. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel daran geändert, was auf den Teller kommt und wie es zubereitet wird. Ohne Fleisch geht bei vielen nichts. Doch wie kann man nachhaltiger grillen?


Grillen gehört im Sommer einfach dazu. Gemütlich mit Freunden und Familie im Garten oder Park zusammensitzen, essen und trinken – und am Ende bleibt häufig viel Müll übrig. Das ist aber nicht das einzige Problem. Denn Grillen belastet die Umwelt stark. Dabei ist nicht nur die Grillkohle ein echter Klimakiller, sondern auch das Grillgut. MADS gibt einfache Tipps und Tricks, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit helfen.

Es geht um die Kohle

Foto: Unsplash/Nikolay Kovalenko

Grillkohle stellt eine erhebliche Umweltbelastung dar, denn sie besteht häufig aus Tropenholz. Dafür wird der Regenwald gerodet, wodurch zum einen CO2 freigegeben wird, zum anderen der Lebensraum von vielen Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zerstört wird. Häufig werden diese Flächen dann für den Anbau von Soja genutzt, der zu Tierfutter verarbeitet wird, oder sie werden als Weideflächen für Rinder genutzt.

Wenn man über die Neuanschaffung eines Grills nachdenkt, sollte man also lieber zu einem Elektro- oder Gasgrill greifen. Diese schonen nicht nur die Umwelt, sondern durch das Ausbleiben des Rauchs auch die Lunge.

Wer jedoch mit Kohle grillt, sollte auf jeden Fall darauf achten, woher sie stammt. Gut ist es, wenn sie aus der EU stammt, besser noch aus Deutschland. Ein Tipp des Bundesumweltamts: Beim Kauf von Holzkohle unbedingt auf vertrauenswürdige Siegel wie FSC (Forest Stewardship Council) oder Naturland beziehungsweise Bio-Siegel achten. Diese gewährleisten, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Das auf der Verpackung aufgedruckte DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) stellt sicher, dass die Holzkohle kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält, sagt aber nichts über die Herkunft aus.

Spießig Grillen statt Rindfleisch und Grillkäse

Foto: Unsplash/David Hopper

Besonders Rindfleisch und Grillkäse haben durch das von Kühen ausgestoßene Treibhausgas Methan eine schlechte Ökobilanz.

Deswegen sollte man beim Grillen am besten auf Gemüse zurückgreifen. Das lässt sich besonders gut auf einem Spieß grillen, um zu verhindern, dass es durch den Rost fällt. Dafür eignen sich Pilze, Paprika, Zucchini oder vorgekochte Kartoffeln. Natürlich gilt: Je regionaler und saisonaler, desto besser.

Wer bei den Gemüsespießen Müll reduzieren möchte, kann wiederverwendbare Metallspieße verwenden.

Wenn Fleisch, dann lieber Huhn oder Schwein

Foto: Unsplash/Sam Moqadem

Hühner und Schweine stoßen weniger Emissionen aus als Rinder. Um auch hier Müll einzusparen, kann das Grillgut an der Fleischtheke direkt in eine mitgebrachte Dose gegeben werden. Einige Märkte haben bereits ihre eigenen Boxen im Sortiment.

Adieu Aluminium

Foto: Unsplash/Patrick Pankalla

Auch Aluminiumfolie und -schalen sollten beim Grillen auf jeden Fall weggelassen werden. Nicht nur, dass sie Unmengen an vermeidbaren Abfall darstellen, sie können zudem gesundheitsschädliche Stoffe abgeben. Aluminiumartikel sollten nicht in Kontakt mit salzigen, säurehaltigen oder feuchten Stoffen kommen, denn dadurch können Stoffe an die Lebensmittel abgegeben werden, die geringfügig giftig sind. In geringen Mengen sind diese zwar nicht gefährlich, sie können sich allerdings im Körper ansammeln und gefährlich werden, wie die Verbraucherzentrale mitteilt.

Anstelle von Aluminiumschalen können beispielsweise gusseiserne Pfannen oder dünne Platten genutzt werden.

Brandgefahr

Foto: Unsplash/Chalaphan Mathong

Besonders wenn es lange nicht geregnet hat und der Boden dementsprechend trocken ist, sollte man darauf achten, wo man grillt. Am besten sind feuerfeste Untergründe wie Steine oder Asphalt. Auch sollte der Grill nach Beenden des Grillens nicht aus den Augen gelassen werden, wenn noch Glut vorhanden ist.

Nach dem Grillen

Foto: Unsplash/Filip Coimbra

Einfach, aber wichtig: Nach dem Grillen den Müll fachgerecht entsorgen. Und wenn kein Mülleimer in der Nähe ist, die Reste einfach mitnehmen.

Von Emma Fiedler


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Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

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