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Nach Homophobievorwürfen: Katja Krasavice streicht Track mit Haiyti

Nach Homophobievorwürfen: Katja Krasavice streicht Track mit Haiyti
Foto: Henning Kaiser/picture alliance/dpa

Katja Krasavice streicht den Song „Tik Tak“ mit Haiyti von ihrem neuen Album „Pussy Power“. Die Sängerin zieht damit Konsequenzen aus den Homophobievorwürfen gegen Haiyti.


Am 4. Februar soll das dritte Album „Pussy Power“ von Katja Krasavice erscheinen. Eigentlich hatte die Influencerin und Sängerin 15 Songs dafür vorsehen – auch den Track „Tik Tak“ mit Rap-Kollegin Hayiti. Doch dieser taucht nicht mehr auf der Trackliste des Albums auf, die Krasavice am Montag bei Instagram postete. Es waren nur noch 14 Songs. Grund dafür: Rapperin Haiyti wird Queerfeindlichkeit vorgeworfen.

Fans weisen auf Aussagen von Haiyti hin

Erst am Sonntag kündigte Krasavice an, dass sie auf ihrem neuen Album auch Unterstützung von Haiyti bekommen wird. Doch Fans beschwerten sich prompt und wiesen sie auf Aussagen der Rapperin in dem Podcast-Format „Talk-O-Mat“ im September 2020 hin. Im Gespräch mit TV-Koch Tim Mälzer hatte Haiyti über ihre Verwendung des Wortes „schwul“ gesprochen: „Ich sage ja auch im Text: ‚Ich find euer Geld schwul, bis es meins ist.‘ Da meine ich auch nicht die Schwulen. Da meine ich: ‚Ich find’s scheiße.’“

Auf die Frage von Mälzer, warum sie denn nicht einfach „scheiße“ sage, sagte die Rapperin: „Weil es provozierend ist, und darum geht’s ja. Ich weiß auch nicht, warum ich es sage. Ich finde es provokanter, weil sich alle drüber aufregen.“ Doch Homofeindlichkeit als Provokation kommt nicht überall gut an.

Katja Krasavice streicht Feature

Krasavice, die sich bereits in der Vergangenheit öfter für die LGBTQ-Bewegung eingesetzt hat, reagierte direkt und strich Haiyti vom neuen Album. Diese hat sich inzwischen in einer Instagram-Story zu den Vorwürfen geäußert und entschuldigt. Sie sei weder homo- noch queerfeindlich und habe sich in der Vergangenheit wohl unglücklich ausgedrückt. Krasavice scheint ihre Entscheidung trotzdem erst mal nicht rückgängig zu machen und plant ihr Album ohne das Feature.

Auch Rapperin Nura, die sich immer wieder gegen Homophobie einsetzt, sieht Haiytis Aussagen problematisch. Daher veröffentlichte sie diese auf Instagram und machte so viele Menschen auf die Aussagen aufmerksam.


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Über den Autor/die Autorin:

Ella Rinke

Ella (20) studiert Medien und Kommunikation. Neben Kunst interessiert sie sich für Musik, die sie bei MADS rezensiert. Dazu schreibt sie über alles, was gerade so passiert.

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