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Kommentar: Warum die MTV EMAs in Ungarn ein wichtiges Zeichen sind

Kommentar: Warum die MTV EMAs in Ungarn ein wichtiges Zeichen sind
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Am 14. November werden die diesjährigen MTV Europe Music Awards (EMA) in Ungarn verliehen. Der Ort wurde aus Solidarität zur LGBTQ+-Community gewählt. Eine richtige Entscheidung, meint MADS-Autorin Lea.


Jedes Jahr werden die MTV Europe Music Awards (EMA) in immer wechselnden europäischen Städten in unterschiedlichen Ländern verliehen. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Ungarn – ein Land, das wegen seines Umgangs mit der LGBTQ+-Szene immer wieder massiv in Kritik gerät. Man hat sich laut dem Präsident und Geschäftsführer der MTV Entertainment Group Worldwide, Chris McCarth, für die Austragung in Ungarn entschieden, um „in Solidarität mit meinen LGBTQ+-Geschwistern zu stehen“.

Ein wichtiges Zeichen

Die Entscheidung ist nur konsequent. MTV hat schon immer Orte von Toleranz geboten, an denen außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler sich zeigen und zelebrieren konnten. Dabei kam es auch zu provokanten Auftritten, mit denen Musikerinnen und Musiker ein Zeichen für Gleichheit setzen wollten. MTV bot und bietet Künstlerinnen und Künstlern dafür einen Rahmen und Aufmerksamkeit.

Aber nicht nur die Tatsache, dass MTV seine EMAs in Ungarn feiert, ist ein Zeichen für die LGBTQ+-Community. Auch die Nominierten der Veranstaltung, die unter dem Motto „Music For All“ stattfindet, stehen für Toleranz. Unter ihnen sind Musikerinnen und Musiker wie Lady Gaga (nominiert als „Best Artist“ und für „Biggest Fans“), die sich seit einem Jahrzehnt immer wieder für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzt. Und Rapper Lil Nas X (nominiert in den Kategorien „Best Artist“, „Best Song“, „Best Video“, „Best Collaboration“ und „Video for Good“), selber homosexuell, spielt mit seinen gewagten Outfits regelmäßig mit geschlechtlichen Stereotypen. Gerade Künstler wie Lil Nas X, die selber Teil der LGBTQ+-Community sind, können queeren Menschen in Ungarn so eine Stimme geben.

Reichweite nutzen

MTV hat die Plattform, um auf wichtige Themen wie die Ungerechtigkeit gegenüber LGBTQ+-Menschen etwa in Ungarn aufmerksam zu machen. Es ist wichtig, dass die Verleihung nicht nur zur Unterhaltung dient. MTV und die Nominierten können mithilfe ihre Reichweite für queere Menschen in Ungarn und woanders auf der Welt einstehen.

Von Lea Stockmann


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