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Junge Generation interessiert sich für MINT-Fächer – allerdings nicht beruflich

Junge Generation interessiert sich für MINT-Fächer – allerdings nicht beruflich
Foto: Lorena Kirste

Der Fachkräftemangel wird gravierender, auch in den naturwissenschaftlichen und technischen Branchen. Beim Fachkräftekongress der Ideenexpo wurden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in denen junge Erwachsene zu ihrer Einstellung zu den MINT-Berufen befragt wurden.


Wie stehen junge Menschen zu MINT-Berufen, also solchen im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich? Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall hat beim Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach eine Studie in Auftrag gegeben, in der 15- bis 25-Jährige unter anderem zu ihren beruflichen sowie persönlichen Prioritäten und ihrer Einstellung zu MINT-Fächern und -Berufen befragt wurden. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, ob und wenn ja mit welcher Motivation junge Menschen einen Beruf in den MINT-Fächern ausüben wollen. Das Ergebnis: Das Interesse für MINT-Fächer ist durchaus da – die Absicht, in einem entsprechenden Beruf zu arbeiten, dagegen weniger.

Beim Fachkräftekongress auf der Ideenexpo haben Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Renate Köcher, Geschäftsführerin des IfD Allensbach, Michael Hüther, Geschäftsführer des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), und der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) die Ergebnisse der Studie vorgestellt.

Stellt die Studienergebnisse vor: Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. Foto: Lorena Kirste

„Wir sind derzeit auf einem Höchststand des Fachkräftemangels angelangt“, erklärte Hüther. Die derzeitige Krise führe zudem dazu, dass die Verhandlungspositionen der Bewerberinnen und Bewerber gestärkt würden, ergänzte Köcher. „Die junge Generation entwickelt hohe Erwartungen an das Berufsleben“, sagte sie.

Grundhaltung gegenüber MINT-Berufen sei positiv

Die Studie zeige, dass die Grundhaltung der jungen Menschen zu den MINT-Fächern durchaus positiv sei. Nur ein Viertel der Befragten erklärte, dass Technik und Naturwissenschaft sie nicht interessiere. Die MINT-Berufe seien zudem zukunftsgestaltend, stellte die Mehrheit fest. Rund 34 Prozent der Befragten können sich einen Beruf im sozialen Bereich vorstellen, darauf folgen mit 22 Prozent Berufe in den Bereichen IT und Informatik.

Die Begeisterung der jungen Generation für MINT sei also ungebrochen, sagte Schmidt. Das erlebe man auch bei der Ideenexpo. Naturwissenschaft und Technik werden hier erlebbar gemacht. „Aber der Link zwischen ,Finde ich extrem wichtig und interessiert mich‘ und ,Hier möchte ich beruflich Fuß fassen‘ ist nach unseren Beobachtungen in Deutschland noch nicht hinreichend ausgeprägt“, sagte er.

Das sieht auch Althusmann so: „Wir müssen deutlich machen, dass es sich lohnt, eine Ausbildung oder ein Studium im MINT-Bereich zu beginnen.“ Die junge Generation davon zu überzeugen, sei Aufgabe der Unternehmen, aber auch der Politik. Diesen Zukunftsoptimismus müsse man zudem in die Schulen und Universitäten bringen.

Von Josefine Battermann


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