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Youtuber Fynn Kliemann verkauft jetzt Mundschutze

Youtuber Fynn Kliemann verkauft jetzt Mundschutze
Foto: Fynn Kliemann verkauft jetzt Mundschutze auf Instagram - und wirbt dafür in seiner Story. Instagram/@fimbim

Der Youtuber (Kliemannsland), Heimwerker und Fair-Fashion-Produzent Fynn Kliemann will helfen, Corona einzudämmen – und mehr Menschen animieren, Masken zu tragen. Er hat kurzerhand seine Kleidungsproduktion auf Schutzmasken umgestellt. Der Online-Shop brach schon kurz nach Verkaufsbeginn zusammen.


Gesichtsmasken statt modischen Klamotten – und davon 10.000 Stück pro Tag. Die fertigen plötzlich die Kleidungsproduzenten, die mit Fynn Kliemann zusammenarbeiten. So will der Blogger und Fair-Fashion-Verkäufer in der Corona-Krise helfen, wie er auf seinem Instagram-Kanal @fimbim seinen 515 Tausend Followern erzählt – und gegen überteuerten Verkauf der Masken im Internet ätzt: „Das ist kein Zeitpunkt, um sich zu bereichern“, regt sich Fynn über all jene auf, die Covid-19 nutzen, um mit Mundschutzen große Gewinne einzufahren. Deshalb kosten zehn Masken bei ihm 22 Euro, eine einzelne gibt es für drei Euro.

Damit will Fynn zuerst medizinische- und Pflegeeinrichtungen versorgen, sagt der 29-Jährige. Auch eine Supermarktkette habe er schon beliefert – die Kassierer würden die Masken nun bei der Arbeit tragen. Was übrig bleibt, verkauft er auch an Privatpersonen. Trotzdem: Mit der Aktion wolle er kein Geld verdienen, bekräftigt der Blogger. In schlichtem schwarz oder weiß sei der Mundschutz auch „nicht fancy, aber scheißegal. Hauptsache, sie helfen in dieser Zeit“, sagt Fynn in seiner Instagram-Story.

Immer mehr Youtube-Tutorials für DIY-Masken

Die Masken des Bloggers sind zwar nicht medizinisch geprüft und zertifiziert. Fynn ist aber überzeugt, dass sie trotzdem vor Verbreitung der Coronaviren schützen. „Die Mundbedeckung kostet ein Zehntel von den Masken der überteuerten Profitgeier“, ätzt Fynn auf seiner Verkaufsseite – etwas zugespitzt gesprochen, aber dennoch: Im Internet gibt es dieser Tage weitaus teurere Angebote.

Ob nun von Fynn oder von der eigenen Nähmaschine: Bald dürften immer mehr Menschen selbstgenähte – und deshalb auch nicht zertifizierte – Masken tragen. Auf Youtube häufen sich derzeit die Anleitungen für Do-it-yourself-Masken. Youtuberin Moin Yamina zeigt auf ihrem Kanal, wie das nur mit Nadel und Faden geht. Aber auch für die Nähmaschine gibt es einige Tutortials.

Öffentliche Aufrufe zum Maskentragen

In der thüringischen Stadt Jena herrscht ab kommendem Montag sogar Maskenpflicht. Wir „rufen alle dazu auf, sich zu engagieren und selbst Masken zu nähen“, sagt der Jenas Bürgermeister Christian Gerlitz dem Spiegel. In allen Verkaufsstellen, in Gebäuden mit Publikumsverkehr und im öffentlichen Nahverkehr der 100.000-Einwohner-Stadt müssen Menschen dann die Mundschutze tragen.

Auch Journalistin Kristina Böker ruft bei den Tagesthemen dazu auf, öffentliche Orten nur mit Maske aufzusuchen: „Wir alle können selbst genähte oder gebastelte Masken tragen, wenn wir dahin gehen, wo es oft zu eng für den Mindestabstand ist“, findet die Moderatorin. Ob nun, wie in Jena, Maskenpflicht gelte oder der Schutz nur ein gut gemeinter Rat sei – sie würde sich daran halten.

Von Jacqueline Hadasch

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Über den Autor/die Autorin:

Jacqueline Hadasch

Jacqueline (24) studiert BWL. Das passende Klischee bedient sie aber wenig. Sie schreibt gern über Nachhaltigkeit und geschichtliche Themen und hat eine Vorliebe für Kaffee.

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