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„Drachenlord“: Youtube sperrt alle Accounts

„Drachenlord“: Youtube sperrt alle Accounts
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Youtube hat sämtliche Accounts des umstrittenen deutschen Youtubers „Drachenlord“ auf der Plattform gesperrt. Der 33-Jährige steht laut eigenen Angaben mit dem sozialen Netzwerk in Kontakt und ist zuversichtlich, dass seine Konten bald reaktiviert werden. 


Der „Drachenlord“ muss einen neuen Rückschlag verkraften. Nachdem sein Haus abgerissen und er zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt wurde, hat die Videoplattform Youtube jetzt sämtliche Accounts des deutschen Youtubers gesperrt. Dazu gehören sein Hauptkanal, ein Account für Vlogs sowie einer für Gaming-Content. Wer versucht, einen dieser drei Kanäle aufzurufen, erhält die Meldung: „Dieses Konto wurde gekündigt, da es gegen die Nutzungsbedingungen von Youtube verstoßen hat.“ Zum Teil werden die Accounts auch einfach nicht mehr angezeigt.

„Drachenlord“ umging Strike

Jüngst hatte der „Drachenlord“ auf Youtube einen sogenannten Strike kassiert, was einer Verwarnung entspricht. Dann sind zunächst keine Livestreams auf dem Kanal mehr möglich, die betroffene Person kann aber einen Widerspruch einlegen. Die Verwarnung darf allerdings nicht umgangen werden, zudem ist es verboten, auf einem Zweitkanal weiterhin Content zu liefern. Der Youtuber hielt sich nicht daran. Während sein Hauptkanal mit einer Verwarnung belegt war, wich er auf seine anderen Profile aus.

In einem Tiktok-Video äußert sich der „Drachenlord“ zu dem Bann. Hier zeigte er sich zuversichtlich, dass seine Konten bald reaktiviert werden, weil er nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen habe. Er stehe mit Youtube deshalb in Kontakt. Wenn es gar nicht anders gehe, drohte er damit „notfalls eine Klage einzureichen“. Die Vorwürfe seien „völliger Schwachsinn, es ist voll aus der Luft gegriffen“.

„Haider“ freuen sich über Sperrung

„Drachenlord“ ist der kontroverseste Youtuber Deutschlands, der über die Jahre hinweg immer wieder mit zweifelhaften Aussagen auf sich aufmerksam gemacht hatte. So formte sich eine große Community aus selbsternannten „Haidern“ (Hatern), die ihn im Netz und im realen Leben beleidigen und bedrohen. Diese freuten sich auf Twitter über die Sperrung der Youtube-Accounts.


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Über den Autor/die Autorin:

Laura Ebeling

Laura (24) studiert Kommunikationsmanagement - oder einfacher gesagt "irgendwas mit Medien". Von ihren Kenntnissen macht sie auch hier Gebrauch und beschäftigt sich gerne mit Themen wie Gleichberechtigung, dem politischen Geschehen und Fußball.

1 Kommentar

  1. Jürgen

    Schade das Sie so unreflektiert Recherche betrieben haben. Der Fall “ Drachenlord“ zeigt exemplarisch wie ein Mobbingopfer, nachdem es sich im Affekt gewehrt hat, zum Täter stilisiert wird und auch über die Medien mit Häme überzogen wurde. Von den Initiatoren des Mobbing wurde keiner bestraft, während das Opfer alles verloren hat. „Drachenlord“ zeigt eigentlich exemplarisch was schief läuft im Bereich soziale Medien und deren Berichterstattung, unreflektiert und nicht in die Tiefe gehen oder gar eigentliche Hintergründe zu hinterfragen. Nicht einmal über den Inhalt des Striktes erhält man Informationen. Hauptsache Sie machen etwas mit Medien!

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