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„Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt“: Rückblick auf 30 Jahre legendäres Musikfernsehen

„Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt“: Rückblick auf 30 Jahre legendäres Musikfernsehen
Foto: ARD Kultur/Florida Factual

Zum 30. Geburtstag blickt „Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt“ auf die Höhen und Tiefen des Musiksenders zurück. Dabei entsteht eine sehenswerte Doku – mit einem großen Makel.


1993 ging der deutsche Musiksender VIVA auf Sendung – als jugendlicher Gegenpol zum Giganten MTV. Auch wenn der Sender 2018 eingestellt wurde, gilt VIVA als das musikalische Symbol der Neunziger. Anlässlich des 30. Geburtstags schauen ehemalige Moderatorinnen, Moderatoren und Verantwortliche in einer dreiteiligen ARD-Doku auf die Geschichte des Senders zurück.

„Die VIVA-Story“: Vom Erfolg zum Niedergang

Nils Bokelberg, Markus Kavka und Collien Ulmen-Fernandes, drei der ehemaligen VIVA-Moderatoren, führen jeweils durch eine der Folgen. Mit den jugendlichen Moderatoren, der chaotischen Art und der interaktiven Bindung zu den Zuschauerinnen und Zuschauern hat VIVA in den Neunzigern das Musikfernsehen in Deutschland revolutioniert und insbesondere deutschen Musikerinnen und Musikern eine riesige Plattform gegeben.

Damit verdrängte der Sender MTV aus seiner Monopolstellung. Bis zur Jahrtausendwende gingen die deutschen Plattenfirmen und VIVA erfolgreich Hand in Hand. Mit dem Aufstieg des Internets und Youtube und einem fehlgeschlagenen Börsengang, um VIVA in einen eigenständigen Medienkonzern zu verwandeln, bröckelte der Erfolg jedoch nach zehn Jahren. Nachdem der Sender vom konkurrierenden Medienkonzern Viacom gekauft wurde, blutete VIVA bis zum endgültigen Ende im Jahr 2018 leise aus.

Die ersten Schritte vieler Fernsehgrößen

In drei Folgen fokussiert sich die Doku chronologisch auf die Geschichte des Senders. Begleitet wird dies von vielen ehemaligen VIVA-Moderatorinnen und -Moderatoren, von denen viele noch heute erfolgreich im deutschen Fernsehen zu sehen sind: Klaas Heufer-Umlauf, Markus Kavka, Matthias Opdenhövel, Collien Ulmen-Fernandes und auch Entertainer wie Oliver Pocher und Stefan Raab hatten ihre Anfänge bei VIVA.

Ein Stück deutsche Musikgeschichte

In „Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt“ wird vor allem eins deutlich: VIVA hat in den Neunzigern Geschichte geschrieben und war das Katapult für viele, bis heute erfolgreiche Artists und Moderatoren. Mit den ehemaligen Weggefährten und Gesichtern des Senders wird ein ehrlicher und auch kritischer Blick auf die Entwicklung und den Untergang von VIVA geworfen.

Dennoch gibt es einen großen Makel: Die Doku hätte für die letzte VIVA-Generation vor dem Aus des Senders 2018 eine vierte Folge gebraucht. Da es diese nicht gibt, hastet die Doku in den letzten Minuten durch die letzte Phase des Senders regelrecht durch, nachdem sie sich für die ersten zehn Jahre Geschichte sehr viel Zeit genommen hat.

„Die VIVA-Story – zu geil für diese Welt“ ist in der ARD-Mediathek zu finden.

Von Lea Stockmann


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