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„Pink Friday 2“ von Nicki Minaj: Emotionen treffen auf krasse Rap-Skills

„Pink Friday 2“ von Nicki Minaj: Emotionen treffen auf krasse Rap-Skills
Foto: Republic/Universal Music/dpa

Vor wenigen Tagen hat Nicki Minaj ihre neue Platte „Pink Friday 2” veröffentlicht. MADS-Autorin Filine meint: Das Album beweist unnachahmlich, weshalb Nicki den Titel „Queen of Rap“ trägt.


Nach mehr als fünf Jahren Wartezeit hat Rapperin Nicki Minaj pünktlich zu ihrem Geburtstag endlich ihr fünftes Album „Pink Friday 2“ veröffentlicht. Benannt ist das Werk nach ihrem 2010 erschienenen Debütalbum „Pink Friday“, das bereits Showgrößen wie Eminem, Kanye West und Rihanna featurte.

13 Jahre später ist die 41-Jährige die musikalisch und kommerziell erfolgreichste Rapperin aller Zeiten und seit September 2020 Mutter eines kleinen Jungen. Ein Umstand, der sich auf dem neuen Album und im ganzen Auftreten der provokant-sexuellen Künstlerin widerspiegelt. „PF2“ wirkt ebenso emotional tiefgründig und erwachsen, wie es verspielt und sexy ist.

„Pink Friday 2“: Mutterschaft, Gefühle und Trauer

Das Intro „Are You Gone Already“ beginnt mit den leisen Geräuschen ihres Babys und einer gesäuselten Antwort der sonst eher hart auftretenden Rapperin. Es ist ein emotionaler Song, dessen Herzstück ein Sample des Billie-Eilish-Songs „when the party’s over“ bildet. Nachdem der schwere Beat einsetzt, beginnt die Rapperin, vom Verlust ihres Vaters zu erzählen, der 2021 von einem Auto erfasst wurde und später im Krankenhaus verstarb.

Auf Twitter erzählt sie, dass sie fast ein Jahr brauchte, um diesen Song zu schreiben, und dabei nicht aufhören konnte zu weinen. Sie nennt es ihr absolut bestes Intro. Generell finden sich zwischen den vielen Party-Anthems und Tributen an Minajs Geburtsort Trinidad auch einige nachdenkliche Songs, etwa „Let Me Calm Down“ mit Rap-Legende J. Cole.

Krasse Rap-Skills und alte Bekannte

„Pink Friday 2“ verbindet alles, wofür Nicki Minaj so geschätzt wird: messerscharfe Lines, vielseitige Flows und Raps, moderne Pop-Einflüsse und Hip-Hop-Beats, die einzigartig sind und doch haargenau in den Sound dieser Zeit passen. Die Künstlerin sampelt auf dem Album zeitlose Klassiker wie „Girls Just Wanna Have Fun“ von Cindy Lauper und „Move Your Feet“ von Junior Senior. Letzterer findet sich auf ihrem aufputschenden Party-Track „Everybody“ mit Rapper Lil Uzi Vert.

Mit dabei sind auch Minajs langjährige Freunde Drake und Lil Wayne. Wobei der Song „Needle“ mit Drake nun beweisen kann, ob er an den Erfolg der vorab veröffentlichten Lead-Single „Super Freaky Girl“ heranreichen wird – diese debütierte schließlich 2022 als Nummer eins der Billboard Hot 100. Doch eigentlich tut dies nichts zur Sache: „Pink Friday 2“ ist ein spektakuläres Rap-Album, das Nicki Minaj noch für eine ganze Weile den Platz am Kopfende der Rap-Tafel sichern wird.

Von Filine Hunger


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