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Corona-Logbuch: Klavierunterricht per Skype funktioniert

Corona-Logbuch: Klavierunterricht per Skype funktioniert
Foto: privat

MADS-Autorin Julia (16) hat ihre Hobbys jetzt digital organisiert – Klavier lernt sie im Videocall, Fitness macht sie online. Hier erzählt sie, wie ihre Konzentration leidet und wieso das Smartphone trotzdem eine gute Alternative ist.


Klavierunterricht per Skype – geht das? Als es hieß, dass die Schulen bis nach den Osterferien geschlossen werden, dachte ich zuerst, dass ich extrem viel Freizeit für meine Hobbys haben würde. Allerdings ist es durch Ausgangsbeschränkungen und unzählige Schließungen von Freizeit- und Kultureinrichtungen fast unmöglich geworden, meinen Hobbys wie gewohnt nachzugehen. Deshalb musste ich meinen Klavierunterricht und mein Fitnessprogramm nach Hause verlagern.

Italienisch lernen klappt plötzlich

Gut, Sport durch Online-Workouts zu ersetzen, fällt mir relativ leicht. Und in meiner Zeit zu Hause habe ich auch die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren, die ich schon immer mal machen wollte – Yoga, zum Beispiel (was sich als schwieriger herausstellte, als ich erwartet hatte…). Außerdem wollte ich immer mal lernen, eine Brücke aus dem Stand zu machen. Für das Lernen solcher „unnötiger Skills“ ist jetzt ja die nötige Zeit da.

Auch die Sprach-Lern-App Duolingo, die ich schon seit gut einem Jahr installiert und noch nie geöffnet habe, gehört jetzt fest zu meinem Tagesablauf. Denn ich habe beschlossen, ein wenig Italienisch zu lernen.

„Musikunterricht per Skype war erstmal seltsam“

Was meinen Klavierunterricht betrifft, war es etwas schwieriger eine Lösung zu finden. Meine Lehrerin und ich haben beschlossen, es per Skype zu versuchen. Das war eine völlig neue und sehr seltsame Erfahrung für mich. Statt sie direkt neben mir zu haben, konnte ich sie nur über meinen kleinen Handybildschirm sehen. Zugegeben: die Technik heutzutage ist so gut, dass wir fast keine Probleme hatten einander zu sehen oder zu verstehen. Es war deutlich besser, als ich ursprünglich erwartet hatte. Dennoch war es ein komisches Gefühl, dass sie mir nichts direkt am Instrument zeigen konnte.

Fluch und Segen: Nicht ohne Social Media

Auch meine Konzentration leidet unter dem Unterricht via Skype. Da mein Handy angeschaltet direkt neben mir steht, bin ich ständig versucht, auf jede Nachricht direkt zu antworten oder einfach schnell zu schauen, wer da etwas Neues auf Instagram gepostet hat. Und zwar ohne, dass meine Lehrerin es überhaupt merkt. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Skype wirklich eine Dauerlösung sein kann. Für den jetzigen Zeitpunkt geht es zwar nicht anders, dennoch kann es den persönlichen Unterricht kaum ersetzten. 

Hobbies online nachzugehen ist eben nicht dasselbe. Was mir am meisten fehlt, sind andere Menschen. Andere Leute im Fitnessstudio, meine Klavierlehrerin und natürlich auch meine Freunde. Zwar sehen wir uns fast täglich über Skype und spielen sogar Stadt Land Fluss, aber es ist etwas anderes, als sie in Persona zu sehen. Auch wenn ich mich langsam an die derzeitige Situation gewöhne, so hoffe ich doch, sie alle bald gesund wiedersehen zu können.

Von Julia Levkovich

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