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Verführerische Heimsuchung: Die neue Single von Megan Thee Stallion

Verführerische Heimsuchung: Die neue Single von Megan Thee Stallion
Foto: 300 Entertainment

Erbarmungslos und selbstbestimmt: Im Musikvideos ihres neuen Tracks „Thot Shit“ setzt Megan Thee Stallion klare Zeichen für die sexuelle Selbstermächtigung der Frauen. So klingt die neue Single.


Eigentlich will der konservative Senator nur einen Trollkommentar unter Megan Thee Stallions Musikvideo hinterlassen. Das hätte er jedoch besser nicht getan. In ihrem neuen Video macht die Rapperin mit dem fiktiven US-Senator kurzen Prozess: Kaum hat er seinen frauenverachtenden Kommentar in die Tasten getippt, schon tyrannisiert sie seinen Alltag.

Am Telefon macht sie ihm klar: „Die Frauen, die du niedermachst, kontrollieren jeden Teil deines Lebens. Leg dich nicht mit ihnen an!“

Im Video zur neuen Single „Thot Shit“ übernimmt Megan Thee Stallions Alter Ego Tina Snow die Hauptrolle. Twerkend auf dem Abfallfahrzeug, im Supermarkt, selbst in der Badewanne lauert ihr Alter Ego dem Senator auf.

Doch die abstrus-lustigen Szenrien sollen die Zuschauer nicht nur zum Lachen bringen. „Thot Shit“ ist ein Track, der sich für die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen stark macht. Alte Männer, die Frauen für zu kurze Kleidung oder sexy Selbstdarstellung verurteilen, haben keinen Platz in der Welt der erfolgreichen Rapperin, die in diesem Jahr mehrere Grammys gewann. Lines wie „I don’t give a fuck ‚bout a blog tryna bash me“ rappt Megan Thee Stallion mit weiblicher Selbstsicherheit.

Immer wieder bedient sich das Video Elementen des Horrorfilm-Genres. Gemeinsam mit einer Crew tanzender Frauen stürzt sich Tina Snow im sexy Ärztinnen-Look auf den Senator. Ähnlich gruselig endet das Video: Statt eines Mundes ziert nun das weibliche Geschlechtsorgan das Gesicht des Politikers.


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Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (24) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen, liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

1 Kommentar

  1. Avatar

    Ich verstehe nicht, wie „sexy Selbstdarstellung“ und Feminismus zusammengehören sollen. Noch weniger verstehe ich, was „sexuelle Selbstbestimmung“ sein soll. Sexy zu sein bedeutet nichts anderes als sexuell attraktiv zu sein. Und da man nicht mit sich selbst Sex haben möchte, ist die Bewertung von „sexuell attraktiv“ von Männern abhängig. Wenn ein Mann eine Frau aufgrund ihres Körpers sexuell attraktiv findet, dann bedeutet das biologisch dass er ihren Körper zur sexuellen Befriedigung benutzen möchte um dann sein genetisches Material darin zu deponieren, wo der Nachwuchs entsteht und wächst. Die Frau wird dabei zu einem Objekt des männlichen Geschlechtstriebs. Was soll daran für Frauen gut sein? Ich kann mich hinstellen und sagen, wie schön selbstbestimmt ich bin, weil ich selbst bestimmten kann, dass ich rauche und Alkohol trinke. Trotzdem ist es doch objektiv gesehen wichtiger, dass ich auf meine Gesundheit achte, anstatt zu beweisen, dass ich etwas selbst bestimmen kann.

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