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Roxane Gay schreibt Storys über „Schwierige Frauen“

Roxane Gay schreibt Storys über „Schwierige Frauen“
Foto: btb

Mütter, Töchter, Freundinnen und Ehefrauen: In „Schwierige Frauen“ vereint Roxane Gay Geschichten von Frauen, die in ihrem Leben mit Schwierigkeiten kämpfen – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.


Roxane Gay gilt schon seit einigen Jahren als Fachfrau für Feminismus, Köperbild und Missbrauch. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Gedanken sammelte sie bereits in ihren hochgelobten Büchern „Hunger“ und „Bad Feminist“. Auch ihr neuestes Werk „Schwierige Frauen“ handelt von diesen Themen. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und schreibt mit einer offenen Vulgarität, die angemessen scheint.

Kurzgeschichten aus dem Leben

Das Buch besteht aus kurzen Storys, die vereinzelt bereits vor einigen Jahren in Zeitschriften und Zeitungen in den USA erschienen sind. Die gesammelten Geschichten widmet Gay nun „schwierigen Frauen, die gefeiert werden sollten, weil sie so sind, wie sie sind“. Was sie dabei genau unter schwierigen Frauen versteht, ist zunächst unklar und jedenfalls so breit gefächert, dass sich jede Frau angesprochen fühlen kann.

Verpackt in Metaphern, beschriebenen Tagesabläufen und schwammigen Erinnerungen, erzählt Gay von den Frauen. Sie befinden sich schon in schwierigen Situationen, oder sie geraten in solche. Meist passiert das nicht von allein, ausschlaggebend sind meist Männer. Doch auch die Mutter ist ab und zu Verursacherin dieser Schwierigkeiten.

Missbrauch und Einsamkeit: Die Geschichten von Roxane Gay

Feminismus, Rassismus und Missbrauch sind Themen der meisten Storys. Auch wenn die Geschichten nicht bis ins Detail erzählt sind, steckt in ihnen eine klare Brutalität. Auf einmal durchzulesen ist das Buch daher kaum. Zwischendurch braucht es Sonne, Ruhe und etwas Schönes, um die Worte und Geschichten zwischen den Zeilen zu verarbeiten.

Die Geschichten über Frauen, die sich alleine fühlen, nicht wissen, wohin mit sich, sie bewegen. Am Ende wird klar: Diese Geschichten richten sich nicht an schwierige Frauen, sondern an Frauen, denen es schwer gemacht wird. Und damit an alle.

Triggerwarnung: Missbrauch, Rassismus

Leseempfehlung: ab 18 Jahren


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Über den Autor/die Autorin:

Ella Rinke

Ella (21) studiert Medien und Kommunikation. Neben Kunst interessiert sie sich für Musik, die sie bei MADS rezensiert. Dazu schreibt sie über alles, was gerade so passiert.

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