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Neujahresvorsätze: Wie man sie wirklich einhalten kann

Neujahresvorsätze: Wie man sie wirklich einhalten kann
Foto: Unsplash/Luis Villasmil

Gesünder, schöner, erfolgreicher: Auf Social Media zeigen viele junge Menschen, wie sie sich selbst optimieren wollen. Doch Neujahresvorsätze sind nicht immer zielführend. MADS-Autorin Sandra gibt Tipps, wie man sie trotzdem umsetzen kann.


Die Zeit zwischen den Jahren lädt geradezu dazu ein, sich selbst und seine Gewohnheiten zu reflektieren. Schnell fallen verbesserungswürdige Dinge auf: Zu schlechte Noten, zu wenig Sport, zu viel Fast Food, und das Liebesleben läuft auch nicht so wirklich rund. Außerdem verbringen wohl die meisten zu viel Zeit auf Social Media, bekommen nicht genug Schlaf und haben zu viel Stress, um neben dem Alltag noch Freunde zu treffen. Sei es im Bereich Schule oder Studium, im Beruf, in Sachen Sport und Ernährung, bei den Finanzen oder in der Beziehung – es gibt immer Baustellen, an denen noch weiter geschraubt werden könnte.

Die Idee von einer 180-Grad-Drehung

Zum Jahresende reflektiert man nicht nur die guten und schönen Dinge der vergangenen Monate – oftmals sind die negativen Dinge besonders präsent in den Köpfen. Mit dem Beginn eines neuen Jahres kommt dann die Motivation auf, das eigene Leben um 180 Grad zu drehen und gewisse Dinge zu verändern. Menschen streben nach Routinen, gesunden Gewohnheiten und Disziplin: Man will täglich seine Ziele verfolgen und die richtigen Entscheidungen treffen, sich gleichzeitig persönlich weiterentwickeln.

Warum zu viel Druck eher hinderlich ist

Vorsätze, insbesondere Neujahresvorsätze, sind meistens mit einer Menge Druck verbunden. Man wacht am 1. Januar mit der Erwartung an sich selbst auf, alle geplanten Veränderungen problemlos anzunehmen und sie von Tag eins an umzusetzen. Menschen sind jedoch Gewohnheitstiere: Daher fallen Veränderungen und das Verlassen der Komfortzone sehr schwer. Auch Verboten funktionieren nicht besonders gut. Damit die Neujahrsvorsätze nicht schon in der zweiten Januarwoche scheitern, folgen nun einige Tipps für das kommende Jahr:

Realistische Anzahl an Vorsätzen

Veränderungen brauchen Zeit. Aus diesem Grund sollte eine Liste mit Neujahresvorsätzen möglichst kompakt sein und nicht in ihrer Anzahl ausarten. Nur so ist die Umsetzung der Ziele realistisch. Empfehlenswert sind etwa fünf Ziele, an denen das gesamte Jahr gearbeitet wird.

Konkrete Formulierung

Vorsätze erfordern eine konkrete Formulierung. Es genügt nicht, immer mal wieder vor sich hinzusagen, dass man ja eigentlich mehr Sport machen müsse. Vorsätze sollten aufs Papier gebracht werden. Sei es im Kalender, im Tagebuch oder auf ein Plakat über dem Bett oder dem Schreibtisch: Am besten eignet sich dafür ein Ort, dem man tagtäglich begegnet, um sich seine Ziele vor Augen zu halten.

Foto: Unsplash/Thought Catalog

Da das Gehirn mit Verboten und Negativformulierungen nicht viel anfangen kann, eignen sich positive Formulierungen wie „Ich esse künftig zu jeder Mahlzeit Gemüse“ besser als „Ich darf keine Süßigkeiten essen“. Formulierungen mit konkreten Angaben wie beispielsweise „Ich verbringe maximal drei Stunden am Tag auf Social Media“ und „Ich gehe viermal die Woche ins Fitnessstudio“ bieten eine zeitlich definierte Vorgabe.

Vorbereitung und Organisation

Die Umsetzung von Vorsätzen erfordert häufig auch die richtige Vorbereitung und Organisation. Zum einen sollte man sich im Vorfeld überlegen, was zur Umsetzung nötig ist und was gegebenenfalls noch angeschafft oder beachtet werden muss. So kann man zum Beispiel nicht ins Fitnessstudio gehen, wenn Abo und Sportkleidung fehlen, und auch nicht weniger Fast Food essen, wenn man sich nicht im Vorhinein mit gesunden Alternativen auseinandergesetzt hat.

Zeitmanagement und Flexibilität

Generell erfordern neue Gewohnheiten ein gutes Zeitmanagement und eine entsprechende Anpassung. Wer die kleinen und großen Schritte in den eigenen Alltag integrieren möchte, kann sich Zeit für Training und Kochen, aber auch für Freunde und ein Telefonat mit Oma freiräumen. Häufig nicht einkalkuliert bleiben dabei jedoch schlechte Tage, Misserfolge, Rückfälle sowie nicht vorhersehbare Zwischenfälle – obwohl sie Teil jeder Veränderung sind. Deswegen ist es wichtig, den Druck etwas zu senken und bei der Umsetzung flexibel zu bleiben.

Eigene Bedürfnisse im Fokus

Bei der Formulierung von Vorsätzen sollten stets die eigenen Bedürfnisse priorisiert werden. Der Impuls für einen Neujahresvorsatz kann durchaus aus dem persönlichen Umfeld oder durch einen anderen Einfluss entstehen. Wichtig ist dabei jedoch, selbst dahinterzustehen. Mit einem Vorsatz sollte nie die Absicht verfolgt werden, jemanden zu beeindrucken oder sich für jemand anderen zu verändern.

Wille und Disziplin

Ziemlich offensichtlich, aber ohne Wille, Disziplin und Eigeninitiative bringt auch die beste Vorbereitung nichts. Schließlich muss man die Vorsätze auch wirklich dauerhaft umsetzen.

Neuanfang: Nicht zwingend erst im neuen Jahr

Auch wenn ein Neuanfang häufig mit einem Jahreswechsel in Verbindung gebracht wird, ist es wichtig, sich nicht auf den 1. Januar als Startlinie zu versteifen. Der Jahresbeginn fühlt sich oftmals so an, als würde die Uhr wieder auf null gedreht werden. Neue Ziele können jedoch ebenso an jedem anderen Tag formuliert und angegangen werden. Dazu braucht es kein neues Jahr, keinen neuen Monat und auch keine neue Woche. Symbolisch bieten sie zwar einen Cut, sollten aber niemanden an der Verfolgung alter und neuer Ziele hindern.

Von Sandra Kopa


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Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

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