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Neuer Trend: TikTok-Influencer malen sich künstliche Augenringe

Neuer Trend: TikTok-Influencer malen sich künstliche Augenringe
Foto: Unsplash/ Soroush Karimi

Was lange Zeit als Schönheitsmakel galt, liegt nun im Trend: Augenringe. Auf TikTok malen sich junge Frauen dunkle Schatten unter die Augen. Und auch auf Instagram ist der Hype um die müden Augen angekommen.


Augenroller, Cremes oder Bleaching sollen gegen dunkle Augenringe helfen. Zumindest empfehlen das zahlreiche Frauenzeitschriften und Werbungen. Doch damit ist nun Schluss – zumindest wenn es nach dem aktuellen TikTok-Trend geht. Denn: Augenringe sind jetzt modern.

Influencerin Sara Carsten hat den Hype um die Augenschatten ins Leben gerufen. In einem Video malt sich die junge Frau dunkle Ringe unter die Augen.

Auf TikTok löste das Video gemischte Reaktionen aus. Viele Frauen stiegen fröhlich in den Trend ein – teilweise auch ohne künstlich nachzuhelfen. Sie präsentierten einfach stolz ihre ganz natürlichen Augenringe. Andere dagegen fühlten sich durch das Video angegriffen und warfen Carsen vor, sich künstlich einen Makel ins Gesicht zu malen, für das andere jahrelang aufgezogen und gemobbt wurden.

Ganz so neu, wie viele denken mögen, ist der Augenschatten-Trend allerdings nicht. Zum Grunge Style, der gerade auf Instagram beliebt ist, gehören Augenringe für viele dazu. Unter anderem das Frauenmagazin Cosmopolitan kündigte den Grunge Style als 2021-Trend an. Ursprünglich leitet sich der düstere und scheinbar unbemühte Modetrend vom Rockmusik-Genre der 60-er- und 70-er Jahre ab. Band-Shirts, Lackoptik und schwarze Boots sind feste Bestandteile des Looks – dazu das passende Makeup und gelegentlich dunkle Augenringe.

Bedeutet die neue Beliebtheit der Augenschatten also auch mehr Natürlichkeit auf den Social-Media-Plattformen? Da sich die meisten Tiktoker die Augenschatten zusätzlich über ihr ansonsten geschminktes Gesicht malen, wohl eher nicht. Auf Instagram gibt es mittlerweile den Beauty-Fliter „no sleep“. Der zaubert zwar dunkle Schatten in die Gesichter, lässt die Haut ansonsten allerdings glatt und ohne jegliche Rötungen erscheinen und polstert stattdessen die Lippen auf. Mit Natürlichkeit hat das wenig zu tun.


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Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (24) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen, liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

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