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Musiker Mayberg: Wieso sein Konzert nicht ganz überzeugen kann

Musiker Mayberg: Wieso sein Konzert nicht ganz überzeugen kann
Foto: Nancy Heusel

Seit 2019 veröffentlicht Mayberg Songs und wird seither immer beliebter. MADS-Autorin Tara berichtet von seinem Konzert in Köln – das neben einigen Highlights auch eine Schwachstelle hatte.


Musikalisch gesehen ist das Konzert ein voller Erfolg: Maybergs Songs hören sich live mindestens genauso gut an wie auf Platte, seine Stimme verleiht ihm einen Wiedererkennungswert in der deutschen Indie-Musikszene. Die melancholischen Songs handeln von Herzschmerz, Gefühlschaos und weiteren Themen, die den 23-jährigen Sänger beschäftigt.

Mayberg: Eindrucksvolle Show, gekünstelte Performance

Auch die Show, von den Lichtern bis Stimmungsaufbau, lässt kaum Platz für Kritik. Das einzige Problem ist der Künstler selbst: Nun lässt sich natürlich nicht beurteilen, wie nervös Mayberg wirklich ist. Doch seine unbeholfene Selbstdarstellung auf der Bühne wirkt schon sehr gekünstelt. Er vermittelt den Eindruck, als spiele er zum ersten Mal vor größerem Publikum – was angesichts seiner bisherigen Musikkarriere nicht gerade glaubwürdig erscheint.

Ein Beispiel: Mayberg ruft „Woooh“ in die Menge, die Fans antworten mit „Woooh“. Das ganze Spiel wiederholte er zahlreiche Male – und jedes Mal wirkt er immer noch überrascht davon, wie stark das Publikum auf ihn reagiert. Die Fans, überwiegend sind es Frauen, scheint das jedoch nicht zu stören. Womöglich erscheint der Künstler für sie eher niedlich.

Abwechslungsreiche Setlist und gute Stimmung

Überhaupt holt Mayberg das Publikum ab. Fast alle singen durchgängig lauthals und textsicher mit – bei den emotionalen ebenso wie bei den schnelleren Songs. Nach etwa der Hälfte der Zeit steigt der Indie-Künstler von der Bühne herunter und wandert durch das Publikum zur Mitte der Konzerthalle, um von dort aus weiterzusingen.

Auch nach diesem gut integrierten Locationwechsel sind die Fans weiter voll dabei und tanzen ausgelassen. Besonders überzeugen konnte der Song „Wien“, weil er durch das Lichterspiel auf der Bühne eine ganz besondere Atmosphäre schaffte. Wie Mayberg selbst sagt: „Die Stimmung in Köln ist jedes Mal außergewöhnlich gut.“

Von Tara Yakar


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