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Künstliche Intelligenz – was steckt dahinter?

Künstliche Intelligenz – was steckt dahinter?
Foto: Franck V. / Unsplash

Deepfake-Videos, autonomes Fahren, Sprachassistenten: Bei vielen Gesprächsthemen schwirrt auch das Wort „Künstliche Intelligenz“ (KI) umher. Was ist KI? Und was kann sie?


Es gibt nicht die Künstliche Intelligenz (KI). KI ist einfach ein Oberbegriff für Maschinen oder Programme, die Dinge tun, die normalerweise nur Menschen dank ihrer Intelligenz tun könnten. Etwa Texte und Gesprochenes übersetzen, Bilderfluten filtern oder Schach spielen. Auf Englisch heißt KI „Artificial Intelligence“, kurz AI – diese Abkürzung wird auch oft verwendet.

Schwache KI ist auf ein Gebiet spezialisiert

Wir unterscheiden drei Arten von KI: schwache, starke und Super-KI. Die schwache KI ist die einzige, die heute schon existiert. Sie ist auf ein Gebiet spezialisiert – zum Beispiel darauf, Katzenfotos aus vielen Bildern herauszufiltern. Das kann sie sehr gut und auch verdammt schnell. Ein Mensch könnte zwar auch sehr gut Katzen- von anderen Fotos unterscheiden, bräuchte dafür aber viel länger als die KI.

Genau wie ein Mensch muss eine KI aber zunächst lernen wie eine Katze aussieht. Wie das geht, wird auf dem Gebiet des maschinellen Lernens (machine learning) erforscht. Davon ist das sogenannte Deep Learning wiederum ein Teilgebiet: Dank künstlicher neuronaler Netze lernt die KI dabei ähnlich wie wir mit unserem Gehirn. Sie erkennt Muster und Strukturen in Daten – etwa in Unmengen an Fotos – und verbessert sich ständig selbst.

Anschauliches Modell: In diesem Video zeigt Philip Häusser, wie neuronale Netze funktionieren.

Mit dieser Technik kann eine KI auch Deepfake-Videos erstellen. Denn je mehr Bild- und Videomaterial eine Maschine von einer Person hat, umso besser kennt sie deren Gesichtszüge, Mimik und Gestik – und kann diese in Videos übertragen. Das kann gefährlich werden. Denn wir wissen zwar, dass nicht alles im Internet stimmt – Videos vertrauen wir meist aber trotzdem, ohne sie zu hinterfragen.

Wie genau Deep Learning funktioniert und wie ihr Deepfake-Videos erkennen könnt, lest ihr hier.

Zurück zur KI: Die schwache KI ist die einzige, die es bisher gibt. Eine starke KI wäre eine Künstliche Intelligenz, die alle intellektuellen Fähigkeiten eines Menschen hätte. Eine Super-KI wäre noch schlauer: Sie wäre dem Menschen in allen Belangen überlegen. Momentan ist Deep Learning das KI-Gebiet, das sich am stärksten weiterentwickelt und immer mehr Einfluss auf unser Leben hat – etwa in Form von Sprachassistenten wie Alexa oder Siri.

Wir selbst sind Daten-Lieferanten

Oft füttern wir selbst, ohne darüber nachzudenken, KIs mit Daten, aus denen sie lernen können: Wir posten etwa Fotos öffentlich in sozialen Netzwerken oder sprechen mit Siri. Dass so immer mehr Daten frei verfügbar sind, ist ein wichtiger Grund für die rasante Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz.


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Über den Autor/die Autorin:

Greta Friedrich

Greta (22) studiert Technische Redaktion in Hannover. Da lernt sie, Anleitungen zu schreiben – also Technikkram verständlich zu erklären. Das lebt sie auch hier aus. Außerdem mag sie Bücher, Musik und Gartenarbeit.

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