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„GOD DID“: So klingt das neue Album von DJ Khaled

„GOD DID“: So klingt das neue Album von DJ Khaled
Foto: Sony Music

Die Liste von Features auf DJ Khaleds neuem Album ist lang und voller Stars: Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler sind darauf zu finden. Unter anderem haben sich Drake, Eminem und Kanye West an „GOD DID“ beteiligt.


Was genau DJ Khaled eigentlich an seinem neuen Album „GOD DID“ gemacht hat, wird beim Zuhören nicht deutlich. Schließlich ist der 46-Jährige Producer und Writer – und kein Vocal Artist, wenn er den Zuhörenden nicht gerade „DJ Khaled – Another One“ ins Ohr schreit. In der Vergangenheit scheint er jedoch einiges richtig gemacht zu haben: Seit Jahrzehnten arbeitet er mit den einflussreichsten Künstlerinnen und Künstlern der Musikszene zusammen, seine Alben haben zahlreiche Platin- und Goldauszeichnungen erhalten. Trotzdem wirken Albumtitel und Cover ziemlich großspurig und pathetisch. Darauf sieht man den Künstler gen Himmel blicken, mit einer Träne, die die Wange herunterrollt. In einem Instagram-Post bezeichnete er das Album als heilige Schrift.

Wie Fans es von DJ Khaled gewohnt sind, ist auch die Trackliste von „GOD DID“ voller Stars, die das Album tragen. Das sorgt allerdings auch dafür, dass kein richtiger roter Faden erkennbar ist und das Album eher wie ein Mixtape von willkürlichen Hits wirkt – schließlich sind mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler vertreten. Keiner der Songs ist alleinstehend schlecht, das Gesamtbild kann jedoch nicht überzeugen.

Jay-Z liefert besten Teil des Albums

DJ Khaled kündigte im Vorlauf des Albums an, dass der Teil von Jay-Z im Song „GOD DID“ einer seiner besten Verse aller Zeiten sei – dieser stellt tatsächlich mit großem Abstand den besten Teil des Albums dar.

Umso besonderer erscheint der Vers, da Jay-Z ihn laut verschiedener Berichte in einem Take geschrieben haben soll. Gleichzeitig zeigt das aber auch ein Problem mit dem Album von DJ Khaled. Der Fokus liegt nicht auf ihm, sondern auf den vielen Features, die mehr Einfluss auf das Album zu haben scheinen als er selbst. Es wirkt einfach so, als hätten andere die Arbeit für ihn erledigt.

Der 46-Jährige ist auch nicht dafür bekannt, unbekannte Künstlerinnen und Künstler zu promoten, somit findet sich hier nur die Elite der Musikszene. Das ergibt ein mainstreamlastiges Album und bietet bis auf wenige Ausnahmen keine mitreißenden Überraschungen.

Von Tim Klein



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