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„Drive to Survive“ Staffel 6: Private Einblicke statt Titelkampf

„Drive to Survive“ Staffel 6: Private Einblicke statt Titelkampf
Foto: Dan Vojtech/Netflix

Die sechste Staffel der Netflix-Dokuserie „Drive to Survive“ bleibt bei ihrem bekannten Rezept – mehr Einblick in persönliche Geschichten, weniger Titelkampf. MADS-Autorin Lea meint: Die Serie verliert ihren Doku-Charakter, und das Bild der Königsklasse des Motorsports wird verzerrt.


Seit sechs Jahren verfolgt Netflix mit seinen Kameras die Formel 1 – pro Staffel lässt die Serie mit Interviews von Fahrern, Teamchefs, Experten und Einblicken in den Paddock ein sportliches Jahr Revue passieren. Darüber hinaus ist „Drive to Survive“ aber vor allem für die privaten Einblicke in das Leben der Fahrer und Teamchefs beliebt – doch genau darin liegt das Problem der „Doku“-Serie.

„Drive to Survive“: Weinberge statt Titelkampf

Neben den adrenalingeladenen Aufnahmen von der Rennstrecke fokussiert sich Netflix besonders auf Privates. Weihnachten beim „Red Bull“-Teamchef Christian Horner oder Ex-Haas-Teamchef Guenther Steiner in den Weinbergen Italiens – Szenen, die man mit der Action ersetzen sollte, die wirklich zählt: dem Titelkampf. Max Verstappens rekordbrechende Season mit 19 Siegen in 23 Rennen und seine Weltmeisterschaft kommen dagegen nahezu überhaupt nicht zu Wort.

Serie erzeugt verzerrtes Bild

Netflix verspricht mit seiner Dokuserie einen Einblick hinter die Kulissen und die Action auf der Rennstrecke – letztere wird aber in den zehn neuen Folgen nur teilweise gezeigt, da Netflix nicht jedem der zehn Teams in der Formel 1 eine Folge widmet. Das Team Alpine und Publikumsliebling Daniel Ricciardo bekommen jeweils zwei Folgen, während wichtige Ereignisse der Saison wie die ersten Podiumsplatzierungen des McLaren-Rookies Oscar Piastri oder die Disqualifizierungen von den Stars Lewis Hamilton und Charles Leclerc in den Folgen zu den jeweiligen Teams überhaupt nicht thematisiert werden.

Wer bei „Drive to Survive“ eine reine Dokumentation über die Formel 1 erwartet, wird enttäuscht. Netflix legt den Fokus klar auf die privaten Einblicke und auf das Drama der Teams im Mittelfeld. Vom Titelkampf und dem Verlauf der Weltmeisterschaft ist kaum etwas zu sehen.

Von Lea Stockmann


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MADS-Team

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