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Corona-Einschränkungen: Architekturstudierende fordern Präsenzlehre

Corona-Einschränkungen: Architekturstudierende fordern Präsenzlehre
Foto:  Felix Horn/TU Braunschweig

Viele Universitäten bleiben trotz Lockerungen weiter geschlossen – die Studierenden haben größtenteils Onlinevorlesungen oder Seminare. Doch Architektur-Studenten der TU Braunschweig machen sich dafür stark, dass sie wieder in die Uni und Hochschulen dürfen.


Nachdem weltweit Menschen durch die Corona-Maßnahmen ihren normalen Alltag verändern mussten, hat mittlerweile langsam eine Rückkehr zur Normalität stattgefunden. In Deutschland dürfen Schüler wieder die Schulen besuchen, Cafés und Bars öffnen und Menschen können ihre Freizeit in Kinos oder Schwimmbädern verbringen. Doch viele Universitäten bleiben weiter geschlossen – Seminare und Vorlesungen finden online statt. Vor allem künstlerische Studiengänge, die auf einen direkten, persönlichen Austausch mit Lehrenden und Kommilitonen angewiesen sind, leiden unter den Einschränkungen. Denn noch immer sind Räumlichkeiten, die gewisses Werkzeug und Material, sowie den nötigen Platz bereitstellen, geschlossen. Dagegen haben Architektur-Studenten der TU Braunschweig eine Protestaktion gestartet.

Präsenzlehre in eingeschränkter Form

Denn auch ihnen fehlen die Zeichensäle, die essentiell für das Architekturstudium sind. Hier bauen die Studierenden zahlreiche Modelle – Grundlage für das architektonische Arbeiten. Ebenso lebt dieser Studiengang vom gemeinsamen Austausch, der digital nicht so ermöglicht wird. Mit großem Verständnis für die aktuellen Einschränkungen appellierten die Studierenden an den Krisenstab der Uni. Sie fordern insbesondere eine Präsenzlehre in eingeschränkter Form, sowie mehr Einbezug der Studierenden. So wünschen sie sich eine ständige Studentenvertretung im Krisenstab, um an der Umsetzung der Forderungen aktiv mitarbeiten und die studentischen Interessen vertreten zu können.

„Uni, sei präsent!“

Auf dem Boden sitzend und mit Sicherheitsabstand haben sich somit knapp 140 Studierende zusammengefunden, um die Forderungen physisch zu repräsentieren. Sie alle stehen für ein aktives Interesse der Studierenden an einer Lösung, die die Sicherheit in Bezug auf das Corona-Virus weiterhin gewährleistet, aber die Arbeitsqualität und Psyche der Studierenden nicht weiterhin maßgebend beeinträchtigt. Dafür wurden von Seiten der angehenden Architekten bereits Hygiene-Konzepte erstellt und eingereicht.

Unter dem Motto „Uni, sei präsent!“ haben die Braunschweiger Architektur-Studierenden mit diesem Protest einen Anfang gesetzt, der zum Überdenken der aktuellen Zustände an den Universitäten und zu einer zufriedenstellenden Lösung führen soll.

Von Sheila Dierks

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