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Unterricht im Freien: Twitter-User finden Idee realitätsfern

Unterricht im Freien: Twitter-User finden Idee realitätsfern
Foto: Unsplash/ Aaron Burden

Politiker mehrerer Fraktionen wollen den Unterricht nach draußen verlegen. Lernen im Park, Wald oder Pausenhof bei Regen und Sturm: Twitter-User halten den Vorschlag für realitätsfern.


Unterricht im Freien? Totaler Quatsch, findet ein Großteil der Twitter-User und macht sich auf der Plattform über den Vorstoß der Politik lustig. Angeregt durch drohende Schulschließungen aufgrund der steigenden Infektionszahlen fordern Politiker mehrere Fraktionen den Unterricht nach draußen zu verlegen. Statt also wieder vor den Bildschirmen zu hocken, sollen Kinder und Jugendliche in Pausenhöfen, Wäldern oder Parks lernen.

Auf Twitter trendet nun das Thema „Unterricht im Freien“. Viel Positives haben die User zu der Idee allerdings nicht zu sagen. Ganz vorne mit dabei in den Tweets: die Forderung, die Politiker und Politikerinnen sollten ihren Vorschlag vorher erst einmal selbst testen.

Statt von den Kindern und Jugendlichen also etwas zu verlangen, das sie selbst womöglich nie täten, fordern die User zur Verlegung der Bundestagssitzungen auf die Wiese vor dem Reichstag. Gut, ganz ernst gemeint, sind diese Vorschläge wohl nicht. Zeigen sollen sie stattdessen die Absurdität einer Maßnahme, die weder in der Arbeitswelt noch im Politikalltag Anwendung fände.

Wind, Regen oder pralle Sonne: Gerade das launische Wetter mache Unterricht draußen zu einem Glückspiel. Eine Frau auf Twitter verlangt schon einmal im Vorhinein einen „übergroßen Dienst-Regenschirm“ und „Steine zum Beschweren von Material“.

Einige User gehen sogar so weit und deuten den Vorstoß der Politik als erneute Vernachlässigung der Schüler und Schülerinnen.

Unterricht im Freien wertet die Twitter-Debatte überwiegend als unzufriedenstellende Zwischenlösung, die nicht auf den Ursprung der Probleme reagiert – und das ist die mangelnde Digitalisierung der Schulen.


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Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (24) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen, liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

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