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„The Dropout“: Serie über eine brillante Betrügerin

„The Dropout“: Serie über eine brillante Betrügerin
Foto: Beth Dubber/Hulu

Die Miniserie „The Dropout“ erzählt den bekannten Fall von Elizabeth Holmes, die sich mit ihrem Start-up-Unternehmen Theranos in Lügen und Betrügereien verstrickte. Die Story ist spannend erzählt, hat aber auch Schwächen, meint MADS-Autorin Cara.


Eine Frau will das amerikanische Gesundheitssystem revolutionieren, doch auf dem Weg scheitert sie und verfällt in eine betrügerische Masche. Die Miniserie „The Dropout“ widmet sich dem bekannten Betrugsskandal um Elizabeth Holmes, die ihr Studium abgebrochen hat, um ihr eigenes Unternehmen zu gründen.

Von Stanford zum eigenen Start-up

Die junge Elizabeth Holmes (gespielt von Amanda Seyfried) hat früh den Traum, erfolgreich zu sein und Millionen zu verdienen. Sie erhält ein Stipendium für die Universität Stanford und schreibt sich für Biochemie ein. Schon am College ist sie – so stellt es die Serie dar – eine Überfliegerin. Neben dem Studium entwickelt sie in ihrer Freizeit die ersten Entwürfe für ein eigenes Projekt.

Schließlich bricht sie das Studium ab und widmet sich ihrem Unternehmen Theranos, um ihre Idee eines schnellen und günstigen Bluttests zu verwirklichen. Zwar investieren ihre Eltern und auch ein ehemaliger Professor in Holmes‘ Firma. Doch sie braucht mehr Geld, um weiter forschen zu können. Die Suche nach Investoren startet – und Holmes spinnt ein immer weiteres Lügennetz. Bei einer Vorführung ihres Prototypen schwindelt sie über Testergebnisse, sie spielt mit ihren Förderern und Mitarbeitern. Im Verlauf der Serie beginnt die Fassade von Holmes zu bröckeln.

„The Dropout“ erzählt Aufstieg und Fall

Basierend auf dem gleichnamigen Podcast von Rebecca Jarvis, Journalistin bei „ABC News“, zeigt die Serie den Aufstieg und Fall von Elizabeth Holmes. „The Dropout“ verherrlicht die Taten zwar nicht, zeigt die Hauptfigur dennoch von einer menschlichen Seite. Und doch: Holmes ist und bleibt eine Betrügerin bis zu den letzten Minuten der Serie.

Amanda Seyfried spielt die Protagonistin Elizabeth Holmes in der Serie „The Dropout“. Foto: Richard Shotwell/Invision/AP

Die Geschichte der brillanten Betrügerin ist spannend erzählt. Die Serie fokussiert sich stark auf die Protagonistin, wundervoll porträtiert von Seyfried. Leider gerät dadurch das Unternehmen in den Hintergrund. Die Zeitsprünge sind zum Teil enorm, sodass von der einen Folge zur nächsten etwa die Mitarbeiterzahl bei Theranos von 20 auf 100 ansteigt, ohne dass die Vorgänge im Unternehmen näher thematisiert werden.

Mehr Details hätten an dieser Stelle gut getan. Auch bleiben Fragen unbeantwortet, etwa warum Mitarbeiter keine Nachfragen stellten. Dennoch lohnt sich die Miniserie – vor allem für True-Crime-Fans.

Info: Im deutschsprachigen Raum ist die Hulu-Serie auf Disney+ zu sehen.

Von Cara Kreth



Über den Autor/die Autorin:

MADS-Team

Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautorinnen und -autoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen unter dem einzelnen Beitrag.

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