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Studie beweist: Nachhaltiges Shoppen macht nicht glücklich

Studie beweist: Nachhaltiges Shoppen macht nicht glücklich
Foto: Unsplash/ Bench Accounting

Verzichten und ausmisten statt konsumieren: Immer mehr Menschen entdecken die Vorteile des Minimalismus. MADS erklärt, wie Anfänger in das minimalistische Leben einsteigen können.


Ihre Wohnungen sind nur mit dem Nötigsten bestückt und die Kleidung füllt nicht mehr als eine Schublade: Minimalisten erobern seit einiger Zeit die Social-Media-Plattformen. In Instagrambeiträgen und Youtubevideos sagen sie dem Konsum den Kampf an. Immer mehr Menschen lassen sich von diesem „Weniger ist mehr“-Motto begeistern.

Nun hat auch eine Studie der Universität Arizona bestätigt: Millennials, die ihren Konsum reduzieren, sind glücklicher. Insgesamt 968 Collegestudierende wurden im Rahmen der Studie über fünf Jahre begleitet und befragt. Untersucht wurde unter anderem, welchen Effekt das sogenannte „grüne“ Kaufen, also etwa das Kaufen von recycelter Kleidung, hat. Das Ergebnis: Selbst nachhaltiges Shoppen hat ähnlich wie der ungehemmte Konsum keine positive Auswirkung auf das Wohlbefinden.

Zu verzichten und auszumisten kann für viele also ein Erfolgsrezept sein, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Diese Tipps helfen, um den Minimalismus für sich zu entdecken:

1.) Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu besitzen

Bei einer kurzen Google-Recherche zum Thema Minimalismus stößt man schnell auf Erfahrungsberichte. Viele Menschen schwärmen vom drastischen Verzicht: Mehr als eine Matratze und Küchenutensilien besitzen manche der erfahrenen Minimalisten nicht. Doch wer minimalistisch leben möchte, ist nicht gezwungen, nichts zu besitzen. Stattdessen geht es darum, sich auf das Wichtigste zu reduzieren. Wichtig ist dann eben nicht nur das, was zum Überleben gebraucht wird, sondern auch Dinge mit einem besonderen emotionalem Wert. Der erste Tipp lautet deshalb: Vom Minimalismus sollte man sich nicht vorschnell einschüchtern lassen.

2.) Irgendwo anfangen

Überfüllte Schubladen, volle Schränke und Krimskrams wo man hinschaut: Wo anfangen, fragen sich da viele Minimalismus-Einsteiger. Hilfreich ist, klein anzufangen. Das kann bedeuten, sich erstmal nur einer einzigen Schublade zu widmen – etwa der Unterwäscheschublade, aus der die BH-Träger herausragen. Denn bereits kleine Erfolge können ermutigen, dran zu bleiben und nicht vorschnell aufzugeben.

3.) Inspiration finden

Auf Youtube, Instagram und Spotify gibt es mittlerweile zahlreiche Minimalisten, die Tipps und Tricks für Anfänger geben. Gleichgesinnte zu finden, die ähnliche Ziele verfolgen, kann im Kampf gegen die Kleiderstapel helfen. Hier ein paar Minimalisten, die dir bei deinem Einstieg helfen können:

Spotify: Der englischsprachige Podcast von „The Minimalists wird monatlich bis zu drei Millionen Mal gedownloaded. Die beiden Autoren, Filmemacher und Podcaster Jushua Fields Millburn und Ryan Nicodemus verpacken Erfahrungen und Tipps zum minimalistischen Leben in viel Humor.

Youtube: JANAklar hat als Lifesyle- und Comedy-Youtuberin begonnen. Doch nach ihrem schnellen Hype litt die Österreicherin bereits mit Anfang 20 unter einem Burnout. Kurz darauf krempelte sie ihr Leben um: von der Konsumentin zur Minimalistin. Die ungeschönte und emotionale Entwicklung gibt’s auf ihrem Youtubekanal.

Instagram: Instagramkanäle wie @der8teundder9tezwerg zeigen bildhaft die Ergebnisse minimalistischer Dekoration. Statt chaotischer Überfülle gibt der Kanal Einblick in aufgeräumte Zimmer mit reduzierter Dekoration.

4.) Ausmisten: Diese Methode hilft

Methoden, um sich von altem Ballast loszusagen, gibt es viele. Besondere Bekanntheit erlangte 2019 etwa die KonMari-Methode. In der Netflixserie „Aufräumen mit Marie Kondo“ zeigt Ordnungs-Expertin Marie Kondo, wie man sich von unnötigem Besitz trennt. Ein zentrales Element der KonMari-Methode: jedes Kleidungsstück einzeln in die Hand nehmen und sich fragen, was es in einem auslöst. Verspürt man Glück, kann es ordentlich gefaltet in den Schrank zurückwandern. Bleibt das Glücksgefühl aus, wird es aussortiert.


Doch was tun mit den Dingen, die ausgemistet wurden? Auf Plattformen wie Ebay-Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel können ausgemistete Gegenstände und Kleidungsstücke verkauft werden. Doch auch als Spende oder Geschenk für Freunde können die alten Besitztümer nachhaltig weiter verwertet werden.


Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (23) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen, liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

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