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Rapinoe for President: Warum ich kurz zum Fußballfan wurde

Rapinoe for President: Warum ich kurz zum Fußballfan wurde
Foto: dpa

Auch einen Fußballmuffel wie MADS-Autorin Salima El Kurdi hat diese Frauenfußball WM begeistert. Oder besser gesagt, jemand hat sie begeistert: Megan Rapinoe. Die Co-Kapitänin der US-Nationalmannschaft setzt sich öffentlich und mutig für Gleichberechtigung von Frauen, Homosexuellen und People of Color ein.


Fußball bedeutet für mich (jedenfalls meistens) nicht mehr, als unfassbare Summen an Geld, aus dem Fenster zu schmeißen. Wenn ich sehe, wie viel Fußballer verdienen, wird mir schlecht. Wenn ich sehe, wie viel weniger Fußballerinnen verdienen, wird mir schlechter. Die breite Masse feiert es trotzdem. Megan Rapinoe schafft es erstmals, ihre durch Fußball erreichte Berühmtheit zu nutzen, um ein Zeichen für mehr Gleichberechtigung zu setzen. Etwas, das Fußball für mich bisher kaum konnte.

Statements gegen Donald Trump

Noch während der WM, bevor die USA den Weltmeistertitel holten, hatte sich Rapinoe mit niemanden geringeren als Donald Trump angelegt. Sie sagte, dass sie eine mögliche Einladung des Präsidenten ins Weiße Haus nicht annehmen würde: „I am not going to the fucking white house if we win“. In den USA ist es Tradition, dass Mannschaften nach wichtigen Titelgewinnen ins Weiße Haus eingeladen werden. Mit ihrem klaren Bekenntnis, welches sie vor kurzem in einer CNN Sendung wiederholte, setzt sie ein klares Statement gegen Trumps ausgrenzende Politik.

Rapinoe unterstützt Protest gegen Rassismus

Außerdem solidarisierte sich Rapinoe schon 2016, mit dem Sportler Colin Kaepernick und anderen Spielern der National Football Leage, die sich aus Protest gegen Rassismus, während der Hymne niederkniete. Rapinoe folgte diesem Beispiel – bis das Hinknien verboten wurde. Auch wenn sie bei der WM nicht mehr niederkniete: Sie sang weder die Nationalhymne mit, noch stand sie so stramm wie andere.

„Weiße Frauen, schwarze Frauen und alles dazwischen“

Am Dienstag wurde die US Nationalmannschaft der Frauen von Tausenden Fans in New York empfangen und gefeiert. Der Jubel galt aber eindeutig nicht nur ihrem Sieg bei der Fußballweltmeisterschaft, sondern auch ihrem Engagement für die Rechte von benachteiligten Gruppen der Gesellschaft. Dass auch die amerikanische Nationalmannschaft divers ist, beschreibt sie  in der Rede so: „Wir haben weiße Frauen und schwarze Frauen und alles dazwischen. Hetero und homosexuelle Frauen.“ Sie könne nicht stolzer auf ihre Mannschaft sein.

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Sie endet mit einem Appell an alle:

„Wir müssen besser werden. Wir müssen mehr lieben und weniger hassen. Wir müssen mehr zuhören und weniger reden. Es liegt in unserer Verantwortung, diese Welt  zu einer besseren zu machen.“

Megan Rapinoe

Und wenn Rapinoe sagt, „Ich würde nirgendwo sonst gerne sein, auch nicht in der Präsidentschaftswahl. Ich bin beschäftigt. Sorry.“, bin ich bestimmt nicht die Einzige die sich doch eine Rapinoe for President wünschen würde.

Von Salima El Kurdi


Über den Autor/die Autorin:

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Unter diesem Namen sammeln wir Beiträge von Gastautoren, Autorenkollektiven oder freien Mitarbeiter bei MADS. Die Namen des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin stehen dann immer unter dem einzelnen Beitrag.

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