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Neue Funktion zeigt: So stalkt euch Facebook – auch wenn ihr offline seid

Neue Funktion zeigt: So stalkt euch Facebook – auch wenn ihr offline seid
Foto: Foto: Joshua Hoehne/Unsplash

Shoppingverhalten, Zyklus-Apps und Pornoseiten: Welche Informationen Facebook über seine Nutzer hat und verwendet, zeigt die neue Off-Funktion. So kann man sich mit ein paar Klicks auf Facebook künftig mehr schützen:


Mittwoch redet ihr mit Freunden über Adidas-Sneaker, Freitag werden sie euch auf Werbebannern bei Facebook angezeigt. Auch schon einmal das Gefühl habt, dass die App euch abhört?

Dass das Facebook gar nicht nötig hat, sondern seine zwei Milliarden Nutzer auf eine andere Weise nach verfolgt, ist spätestens jetzt klar. Facebook sammelt Daten über seine User. Mit der neuen Funktion Facebook Offline Activity können diese jetzt kontrollieren, wie viel der Konzern über sie weiß. Unter dieser Funktion sind alle Informationen sichtbar, die andere Apps auf dem Smartphone und Webseiten an Facebook weitergeschickt haben.

Auch Zyklus-Apps senden Daten an Facebook

Das funktioniert, weil das Unternehmen seine Aktivitäten auch außerhalb seines Internetauftritts über Like-Buttons, Facebook-Pixel und sogenannte Software Developement Kits auf anderen Seiten und Apps ausgeweitet hat und dort fleißig Daten sammelt.

Facebook gelingt so an Informationen darüber, welche Produkte seine User kaufen, wann sie eine bestimmte App benutzen, wie oft sie bestimmte Seiten aufrufen – auch wenn sie bei Facebook ausgeloggt sind. Selbst Menstruations-Apps und Pornoseiten sollen Daten an Facebook weitergeben, erklärt die Süddeutsche Zeitung.

Dank der neuen Funktion Facebook Offline-Activity können User kontrollieren, welche der eigenen Apps Informationen an das Unternehmen weitergeschickt haben. Außerdem können sie in einem Unterpunkt der neuen Funktion durch einige Klicks verhindern, dass Facebook künftig Daten über sie sammelt.

So findet ihr die Facebook Offline-Activity

Facebook hat kein gesteigertes Interesse daran, dass das Daten sammeln aufhört. Das neue Tool ist nicht einfach zu finden. Unter dem Menüpunkt „Einstellungen“ findet sich der Unterpunkt „Deine Facebook-Informationen“. Wer diesen Reiter anklickt, findet in einem sich neu öffnenden Menü den Punkt „Aktivitäten außerhalb von Facebook“. Nachdem man darauf geklickt hat, muss noch einmal auf „Deine Aktivität außerhalb von Facebook verwalten“ klicken, um zu sehen, welche Webseiten und Apps wie oft Daten mit Facebook über die geteilt haben.

Viele Nutzer werden in der Liste Apps finden, die sie selbst schon längst vergessen haben.

Wichtig: So kannst du künftiges Tracking verhindern

Unter „Künftige Aktivitäten verwalten“ ist die Regulation versteckt,
mit der man künftiges Tracking eindämmen kann.

Unter dem Menüpunkt „Weitere Optionen“ kannst du den Reiter „Künftige Aktivitäten verwalten anklicken“ und mit einem Klick dafür sorgen, dass die Datenmenge, die Facebook über die sammelt, künftig bedeutend kleiner ist.

Wer den Schalter bei „Künftige Aktivitäten außerhalb von Facebook“ umlegt, verhindert, dass weiter Daten gesammelt werden – und nimmt in Kauf, weniger präzise personalisierte Werbung bei Facebook angezeigt zu bekommen.

Von Nadine Wolter


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