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Nach Beschwerden: Versandhaus entfernt rassistische Kostüme aus Shop

Nach Beschwerden: Versandhaus entfernt rassistische Kostüme aus Shop
Foto: Lloyd Blunk

Immer wieder geraten Internethändler mit geschmacklosen Kostümen in die Kritik. Kurz vor Halloween machen nun Screenshots von gleich mehreren Verkleidungen und Anbietern die Runde in den sozialen Medien. Das Versandhaus Otto reagiert auf zahlreiche Beschwerden von Instagram-Usern – und nimmt mehrere rassistische Kostüme aus dem Verkauf.


Wenige Tage vor Halloween leistet sich der Onlineversandhändler Otto einen Fauxpas: Neben diversen harmlosen Gruselkostümen finden Käufer auch die Modelle „Afrikaner“ und „Zulu“ auf der Seite. Zudem verbreiteten sich auf Instagram Screenshots eines Kostüms, das einen Mann mit Bastrock, Afro-Perücke und Knochen in den Händen darstellt. Zahlreiche User wenden sich an Otto und werfen dem Versandhaus Blackfacing und Rassismus vor. Auf seinem Instagram-Account @otto_de hat sich das Unternehmen nun entschuldigt. Die Kostüme seien aus umgehend aus dem Shop entfernt worden.

Screenshot: Otto.de

„Zuerst möchten wir sagen, dass wir uns ganz klar von jeglicher Art von Diskriminierung distanzieren, weshalb wir solche Produkte absolut nicht tolerieren“, teilte das Unternehmen mit. Durch das teilweise automatisierte Shopsystem sei eine Aussortierung der Produkte vor Aufnahme in das Shopsystem leider nicht gelungen. Der Partner sei informiert worden. Der Hersteller der entfernten Kostüme „Widmann“ hat diverse zutiefst rassistische Kostüme im Programm. Nicht rassistische Produkte der Firma sind weiterhin auf Otto.de verfügbar.

Screenshot: Instagram/@otto.de

Auch andere Onlinehändler stoßen mit ihrem Verkleidungsangebot auf massive Kritik. So teilt die Berliner Journalistin Anna Dushime einen Beitrag der Twitter-Userin @fraumalonda, die sich über das Kostüm „Buschmann“ beschwert – laut Beschreibung ein „Afrikaner-Kostüm als Overall in dunkelbraun, dazu Leoparden Slip und Riesenpenis – hängend.“

Rassistische Kostüme: Blackfacing in Onlineshops

In den Kommentaren zeigen sich Hunderte Twitter-Nutzer schockiert. Andere machen sich über die rassistischen und abwertenden Kostüme lustig. „Auf ihrer Brust steht einfach ‚Garten‘ und auf dem Hut ‚Mut'“, übersetzt eine Nutzerin das Bild von einem Outfit, das offenbar chinesisch sein soll.

„Ich frage mich, wie hohl die Leute sein müssen die sowas designen, entwickeln, verkaufen und schlussendlich kaufen und tragen. Da versagt eine komplette Menschenreihe von Anfang bis Ende, Jahr für Jahr erneut. Das ist doch so offensichtlich rassistisch!“, schreibt @Lhyrana1 unter das Bild.

Von Finn Bachmann

Zum Weiterlesen:

„Indianer-Kostüme sind auch an Fasching rassistisch“


Über den Autor/die Autorin:

Finn Bachmann

Finn (18) ist Schüler in Vollzeit und versucht sich zurzeit an seinem Abitur. In seiner Freizeit ist er nicht nur bei der Feuerwehr, für MADS und die Hannoversche Allgemeine Zeitung schreibt er über Lokales, Internationales und was ihn sonst so bewegt.

3 Bemerkungen

  1. Avatar

    Ein Weltunternehmen knickt vor grünlinksverödeten geistigen Tieffliegern ein und lässt sich billigst vorführen.
    Wir werden bei diesem Unternehmen nichts mehr kaufen.
    Pfui !

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  2. Avatar

    Darf man noch den Ostfriesennerz tragen? Nicht das es die Gefühle dieser so schlecht behandelten Minderheit verletzt, oder sind dumme Witze im bayrischen, schwäbischen oder sächsischen Dialekt nicht auch ehrverletzend? Witze über Schneeflöckchen oder Gutmenschen verbieten sich ja sowieso.
    Der Name Otto sollte auch verboten werden, denn was sollen die vielen Ottos noch ertragen über den Flotten Otto hinaus. Sucht mal schön weiter und bastelt euch ein richtig lustiges, enges Korsett, in dem ihr dann mit Leichenbittermiene durchs Leben staksen könnt.

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    • Avatar

      Richtig Steffen, bin ganz deiner Meinung.

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