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“Monster-Curry” und “Estus-Cocktail”: Gerichte aus den Games

“Monster-Curry” und “Estus-Cocktail”: Gerichte aus den Games
Foto: GeekyChef

Foodgrafiken boomen in Computerspielen. Eingefleischte Fans haben ihre Leidenschaft am Nachkochen der virtuellen Gerichte entdeckt. Ganze Kochbücher werden mittlerweile zusammengestellt. Probieren auf eigene Gefahr.


Es sieht zwar eher unappetitlich aus, soll aber schmackhaft und heilend sein. Das purpurfarbene Monster-Curry aus dem Zelda-Spiel „Breath of The Wild“ (Atem der Wildnis) hilft dem Protagonisten Link, seine Herzen, wovon er mehrere hat, wieder in Schwung zu bringen. So ein Gericht würde man auch gern in seiner analogen Küche zubereiten können, allerdings mangelt es dort womöglich an den Zutaten. Wer hat schon Hyrule-Reis, Goronengewürz und Monster-Extrakt mal so eben im Haus?

24 Zutaten braucht das Zelda-Curry

Und das ist nur der Grundstock des „BotW“-Klassikers. Die gute Nachricht: Es gibt einen modifizierten Klon des Gerichts. Die amerikanische Onlineplattform The Geeky Chef hat sich auf Essen aus populären Filmen, Serien und Videospielen spezialisiert und nennt Rezepte. Geeky-Chefköchin Cassandra Reeder interpretiert die grafischen Gerichte für eingefleischte Fans und zeigt, wie sie in der Realität aussehen und schmecken könnten. Für ihre zugegebenerweise etwas gewöhnungsbedürftige Monster-Curry-Mischung aus der „Legend of Zelda“-Reihe mischt Reeder unter anderem Rote Beete, rote Kartoffeln, rote Zwiebeln, Schweinehack, Kokosmilch, Anis und Zimt miteinander – um nur einige der insgesamt 24 Zutaten zu nennen.

Final Fantasy 15 zeigt sich kulinarisch

Diente früher das Wasser im Meer dazu, die Qualität der Grafik im Spiel zu messen, sind das inzwischen oft Burger und andere Bratlinge, Salat, Schnitzel oder Cocktails. Fotorealistische Foodgrafiken nehmen immer häufiger eine spielerische Nebenrolle beim Daddeln ein, teilweise mit exakten Bissspuren versehen. Bestes Beispiel ist „Final Fantasy 15“, da muss man aufpassen, dass die Spucke nicht auf die Tastatur tropft. Spieler gehen in Restaurants und Imbisse oder grillen selbst, sie können aus einer Speisekarte mit bis zu 100 Gerichten aussuchen.

Das Video zeigt die besten Speisen aus Final Fantasy XY:

Die „FFXV“-Speisen heißen Sweet Saltwater Crustacean Curry, Roc of Ravatogh Rice, Grilled Wild Barramundi oder Fluffy Chiffon Cake und sehen zum Anbeißen aus – ein professioneller Foodfotograf bekommt das kaum so hin. „Man will nicht aufhören zu spielen, bis man alle 100 Gerichte einmal gesehen hat“, fasst es ein Spieler im Forum zusammen. Inzwischen haben Fans im Netz sogar ein inoffizielles Kochbuch mit den „FFXV“-Rezepten veröffentlicht.

Auch auf der deutschen Plattform Chefkoch.de werden Gamer fündig. Spiel und Serie „Game of Thrones“ widmet es gar eine ganze Rubrik. Da dominieren vor allem Cocktails und Zitronenküchlein.

Curry ließ „wildeste Träume“ wahr werden

The Geeky Chef ist verspielter: Auf dem Speiseplan steht das Apfelkompott aus „The Elder Scrolls V“ als Alternative zum Thanksgiving-Truthahn, die Jurassic Pork Soup ist an das Original aus „Chrono Trigger“ angelehnt und kommt mit „Dinosaurier“-Eiern als Topping, die Flüssigkeit im Estus-Flakon aus dem Spiel „Dark Souls“ besänftigt dunkle Seelen in der Realität mit Ingwerbier, Whiskey aus Zimt und Orangensaft.

Auch Cassandra Reeders Monster-Curry ist eine ambitionierte Kreation, ein Potpourri des Schreckens, zumindest, was das mitessende Auge angeht. Möglicherweise hat die Geeky-Chefin, selbst leidenschaftliche Gamerin, die Konsole mit in der Küche gehabt. Beim Kochen des Gerichts seien ihre „wildesten Träume wahr geworden“, schreibt sie. Immerhin gibt es noch bodenständigen Jasmin-Reis dazu.

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Sonja Fröhlich/RND


Über den Autor/die Autorin:

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