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Jetzt für Medienkompetenzpreis MV bewerben: Das müssen Sie wissen

Jetzt für Medienkompetenzpreis MV bewerben: Das müssen Sie wissen
Foto: Dietmar Lilienthal

Für den Medienkompetenzpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit Bewerbungen aus vielen Bereichen gesucht. Zwei Preisträger berichten, mit welchen Projekten sie überzeugt haben – und wer sich alles bewerben kann.

Es war eine kleine Überraschung für Martin Storm: Als der Erzieher in der Rostocker Kita „Kleines ganz groß“ seinen Schützlingen ein Mikrofon in die Hand drückte, wollten sie weder ins Mikro hineinsingen noch -sprechen, sie wollten wissen, wie die Technik im Inneren aussieht. „Für die Kinder war es ein Aha-Erlebnis, zu erfahren, wie ein Mikro aufgebaut ist und wie es funktioniert“, berichtet der 35-Jährige.

Bereits seit über einem Jahr läuft sein Medienprojekt für die Drei- bis Sechsjährigen, drei Mal pro Woche für je eine Stunde. Es wird beispielsweise mit der Kamera experimentiert, Apps werden getestet, kleine Filme gedreht. Ziel in Kurzform: kreativer Umgang mit Technik, nicht nur Konsument, sondern auch Produzent sein. Es geht um: Medienkompetenz. Für das Engagement gab es im Frühjahr den Medienkompetenzpreis inklusive 750 Euro.

Vor allem die Entwicklung der Medienarbeit wird bewertet

Gerade wurde der Medienkompetenzpreis 2022 ausgeschrieben. Eingereicht werden können medienpädagogische Projekte aus den vergangenen zwei Jahren: Hörspiele, Filme, Podcasts, Comics, Fotos, Tagebücher, Online- oder Musikprojekte. Es gibt keine Altersvorgaben. Mitmachen können Einzelpersonen, Freizeit- und Kindereinrichtungen, Bildungsträger, Vereine, Jugend- oder Seniorengruppen.

Mehr lesen: Rostock: Fish-Festival kürt Preisträger aus Deutschland und dem Ostseeraum

„Der Fokus der Jury liegt auf dem Prozess der Medienarbeit und weniger auf der Qualität des entstandenen Produktes“, sagt Claudia Heinrich von der Medienwerkstatt am Institut für neue Medien in Rostock. Ausgelobt wird der Preis seit 2006 von Medienanstalt MV; mit im Boot sitzt der Medienverband des Landes. „Der Preis hat Wirkung, er beflügelt und ist Ansporn fürs Weitermachen“, weiß Claudia Heinrich.

In Corona-Lockdown von Medienkompetenz profitieren

„Das stimmt“, sagt Uwe Kranz (39). Er gehört zum Team „MVedu“, einem Netzwerk zur Förderung der Medienkompetenz vor allem von Lehrern, Erziehern, freien Medienpädagogen, Referendaren, Seiteneinsteigern oder Sozialarbeitern. „Wir versuchen, gerade in der Fläche, Leute zusammenzubringen, um voneinander zu lernen“, sagt Kranz.

Uwe Kranz vom Team „MVedu“, die 2021 zu den Preisträgern des Medienkompetenzpreises MV gehören.

Uwe Kranz vom Team „MVedu“, die 2021 zu den Preisträgern des Medienkompetenzpreises MV gehören. Quelle: privat

Insbesondere in der Corona-Lockdown-Zeit haben alle davon profitiert. „Zum Beispiel hatten viele noch nie Videokonferenzen erlebt oder durchgeführt – da kam unser Austausch passgenau“, berichtet der studierte Erziehungswissenschaftler. Dafür gab es auch den Medienkompetenzpreis 2021.

Mehrheit der Beiträge sind Filme

70 Prozent aller eingereichten Arbeiten“, schätzt Claudia Heinrich, „sind Filme, obwohl der Wettbewerb nicht filmorientiert ist.“ Viele würden sich nicht trauen, beispielsweise einen Podcast zu produzieren. Oder denken, es müssten Filme sein, weil die Verleihung des Preises in das Rostocker „Filmfestival im StadtHafen“ (FiSH) eingebettet sei.

Apropos Preisverleihung: Wie diese Ende April 2022 ablaufen wird, ist noch unklar. In diesem Jahr war es eine hybride Veranstaltung – das Publikum saß zu Hause am Bildschirm, die Veranstalter und Preisträger waren vor der Kamera zusammen. „Vielleicht wird es ein Streaming-Angebot geben – alles hängt von der Entwicklung der Corona-Lage ab“, sagt Claudia Heinrich.

Info: www.medienkompetenzpreis-mv.de

Unabhängig davon läuft Martin Storms Medienprojekt in der Kita im Rostocker Stadtteil Groß Klein weiter. „Es findet einen tollen Anklang bei den Kindern und ihren Eltern.“ Beinahe jeden Tag werde er von den Mädchen und Jungen gefragt: Haben wir heute wieder das Medienprojekt?

Von Klaus Amberger

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