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„Hogwarts Legacy“: Antisemitismusvorwurf gegen „Harry Potter“-Spiel

„Hogwarts Legacy“: Antisemitismusvorwurf gegen „Harry Potter“-Spiel
Foto: Warner Bros. Games

Das „Harry Potter“-Franchise ist durch die transfeindlichen Äußerungen J. K. Rowlings schon länger in Verruf geraten. Mit „Hogwarts Legacy“ soll eigentlich alles besser werden. Doch auch das neue Computerspiel finden viele Fans nicht unproblematisch.


Die „Harry Potter“-Reihe ist für viele neben Lego-Steinen und Center Shocks eine Kernerinnerung aus der Kindheit. Selbst als erwachsener Mensch schaut man sich die Abenteuer des jungen Zauberers in Hogwarts gern immer wieder an. In Diskussionen über „Harry Potter“ kommt man heutzutage jedoch um die transfeindlichen Äußerungen der Autorin J. K. Rowling kaum noch herum.

Und auch in der Handlung der beliebten Bücher und Filme stecken Elemente, die in Zeiten von Black Lives Matter und Body Positivity mindestens fragwürdig sind. So gibt es unter den Charakteren nur erschreckend wenige People of Colour (mit stereotypen Namen wie Kingsley Shacklebolt und Cho Chang). Auch werden nur dümmliche und tollpatschige Charaktere als dick dargestellt.

„Hogwarts Legacy“ erscheint im Winter

All diese Fehler wollte man in „Hogwarts Legacy“ eigentlich vermeiden. Das Open-World-Rollenspiel von Warner Bros. soll im Winter 2022 erscheinen. Die Spielenden schlüpfen in die Rolle eines Hogwarts-Schülers und erleben Abenteuer. Die Spieleentwickler haben vor Kurzem einen 15-minütigen Gameplay-Trailer veröffentlicht. Es gibt die Option, das Action-Spiel als transgender Charakter zu spielen. Auch ist der Anteil von People of Colour im Spiel deutlich höher. Fans lobten nach Erscheinen des Trailers vor allem das Design und die buchnahe Handlung.

Heftige Kritik gibt es dagegen an den angeblichen Antagonisten des Spieles, den Kobolden. Schon in den Büchern und Filmen waren die Kobolde negativ aufgefallen, da sie als gierige Bankiers mit krummen Nasen stark an eine antisemitische Karikatur erinnern. Diese sind nun ausgerechnet die Bösewichte im Spiel, weshalb viele kritisieren, dass das Game selbst antisemitisch ist. Warner Bros. hat bislang nicht auf die Kritik reagiert.


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Über den Autor/die Autorin:

Jeffrey Ji-Peng Li

Jeffrey (21) studiert Medizin, obwohl er noch nie Grey‘s Anatomy geschaut hat. Trotzdem schreibt er gerne über Filme und Serien, aber auch über den Uni-Alltag und was ihn sonst beschäftigt.

5 Bemerkungen

  1. Avatar

    Sowas von lächerlich heutzutage will jeder in allem Rassismus und antisemitismus sehen …. es ist langsam mal gut ohne witz

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    Die Kobolde hatte ich tatsächlich nie mit einer bestimmten Religionsgemeinschaft assoziiert. Und dass People of Colour vermehrt anzutreffen sind bekommt einen fahlen Beigeschmack, da sich das durch das England des 19. Jahrhunderts mit der Kolonialisierung „unzivilisierter“ Länder auch thematisch stimmig erklären lässt. Aber darauf will ich nicht hinaus. Es ist einfach schade, dass bei so verhältnismäßig irrelevanten Themen wie Computerspielen derart aufgeregt wird, während Menschen tagtäglich noch Ungerechtigkeiten am eigenen, echten Leib erfahren, diese aber nicht gesehen werden.

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  3. Avatar

    Lasst ein Spiel doch einfach mal Spiel sein. Es ist nicht immer alles rassistisch, nur weil ihr das so wollt.

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  4. Avatar

    Na klar! Alles Antisemitisch! Und die Leute bei der Bank in ihren Anzügen wollen nur, dass sich geringverdienende Menschen schlecht fühlen! Und diese Leute im Supermarkt…merken die nicht, dass Sie mit ihren hohen Regalen alle Kleinwüchsigen bewusst aus der einkaufenden Gesellschaft ausschließen?!

    So genug Sarkasmus. Ein absolut lächerlicher Vorwurf. Bald dürfen in den Spielen auch keine Zentauren mehr erscheinen, weil Sie ja bestimmt irgendwie mit einer ethnischen Minderheit in Verbindung gebracht werden können, oder wie sieht das aus? Wenn man überall bewusst Nacht Diskriminierung sucht, wird man diese auch finden! Aber man könnte seine Zeit vielleicht mit sinnvolleren Tätigkeiten ausfüllen, oder? Bin in 20 Jahren Harry Potter nie auf eine Verbindung zwischen Kobolden und Juden gekommen, nur wegen einer Tätigkeit in den Büchern oder etwa wegen einer Nasenform. Ist es nicht übrigens auch rassistisch das Aussehen und die Tätigkeit dieser Gruppe als definierend zu bezeichnen? Schon mal darüber nachgedacht?

    Es ist niemandem geholfen, wenn man überall Rassismus und anderes gezielt sucht, vlt sollten sich diese User einfach mal eine ehrenamtliche Tätigkeit suchen, bei der sie Rassismus direkt bekämpfen können und nicht aus Langeweile irgendwelche Spielemacher kritisieren, die einfach nur eine Story erschaffen haben…

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  5. Avatar

    Allem Anschein nach wird das Spiel ja sehr sehnsüchtig erwartet, obwohl einige Stimmen wegen JKR nach Boycott rufen. Kann es sein, dass deshalb krampfhaft nach mehr „Material“ gesucht wird, um das Spiel schlecht zu machen?
    Fatshaming und Rassismus scheint das Spiel aktiv entgegenzuwirken und trans Charaktere sind spielbar (wie auch immer das im Spiel dann dargestellt wird). Und wie andere schon erwähnten, ist wohl eher der ein Antisemit, der den Kobold sieht und sofort an Juden denkt, als der, der einfach nur einen Kobold erschaffen hat. Mal abgesehen davon, weiß man doch noch gar nicht, wie das letztlich im Spiel erzählt wird. Ich wäre nicht überrascht wenn Gegner UND Verbündete aus den Reihen der Kobolde stammen. Einfach mal abwarten vielleicht. Man muss ja nicht an Tag 1 kaufen, sondern kann später Reviews von Leuten heranziehen, die das Spiel tatsächlich gespielt haben.

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