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Darum sagen wir Weihnachten nicht ab

Darum sagen wir Weihnachten nicht ab
Foto:  Scott Webb/Unsplash

Vollgestopfte Geschäfte, hektisches Weihnachtsmarktgeschiebe und eine Geschenkekrise nach der nächsten. Stille Nacht? Pustekuchen. Der Advent ist eine der stressigsten Zeiten im ganzen Jahr. Weihnachtsmarkt, Weihnachtsfeiern und Weihnachtskonzerte – bei allem dabei, nirgends so ganz. Was essen wir? Wer feiert bei wem? Und irgendein Geschenk wird immer erst kurz vor Ladenschluss gekauft. „Besinnlichkeit ist echt was anderes“, ist der alljährliche O-Ton der Adventszeit. Es ist schwer, sich den weihnachtlichen Vibes zu entziehen: „Last Christmas“ dudelt es aus den Läden und abends trifft man sich nicht in der Kneipe, sondern mit Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

Ich kenne kaum jemanden, der aus religiösen Gründen Weihnachten feiert. Das muss ja auch nicht sein, aber ein Coca-Cola-Weihnachten ist spirituell ungefähr so wertvoll wie ein Yoga-Wochenende im Fünf-Sterne-Hotel. Kann man Weihnachten dann nicht – wie jede andere Veranstaltung auch – einfach absagen, wenn’s nicht passt?

Die Familie kommt zusammen

Klar, kann man. Aber erklär das mal Oma Hilde. „Wie kann ich Weihnachten absagen, ohne dass ich jemanden beleidige?“, fragt etwa ein Nutzer bei gutefrage.net. Ist doch klar: Wer Weihnachten nur feiert, weil er die Erwartungen seiner Familie nicht enttäuschen will, sollte auch absagen dürfen.

Aber Weihnachten ist eben für viele auch schlicht ein schönes Ritual. Und laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Yougov von 2017 liegt den Deutschen besonders zu Weihnachten viel an Traditionen. Kerzen, ein Tannenbaum und Plätzchen backen finden mehr als 70 Prozent wichtig – scheinbar so wichtig, dass es sogar den kollektiven Stress vor dem Fest ausgleicht. Und für viele ist es der einzige Tag im Jahr, an dem felsenfest steht: Die Familie kommt zusammen.

Von Kira von der Brelie


Über den Autor/die Autorin:

Kira v. d. Brelie

Kira (26) hat Germanistik und Philosophie studiert. Vielleicht wird sie später Lehrerin, vielleicht aber auch nicht. Bis dahin schreibt sie. Für die Zeitung, für die Uni, mit Mama.

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