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„Certified Lover Boy“ von Drake: Zwischen Party und Schmerz

„Certified Lover Boy“ von Drake: Zwischen Party und Schmerz
Foto: Arthur Mola/Invision/AP

Kurz nach Kanye Wests langersehntem Album „Donda“ ist nun auch das neue Album „Certified Lover Boy“ von Rapper Drake erschienen. Darauf geht es vor allem um das Berühmtsein.


Drake gehört inzwischen zu einem der bekanntesten Rapper dieser Zeit. Mit Alben wie „Scorpion“ oder „Views“ war er in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. Nun hat er nach drei Jahren sein neues Album „Certified Lover Boy“ veröffentlicht. Es enthält 21 Songs und ist das sechste Studioalbum des Kanadiers.

Drake rappt über Partys und falsche Freunde

Thematisch scheint Drake zwiegespalten zu sein. Zum einen rappt er von koksenden Models, Privatjets, Partys und Sexfantasien. Er hält das Bild des coolen Rappers, der alles erreicht hat, aufrecht. So singt er schon im Opener „Champagne Poetry“: „Above me I see nobody.“ Auch in „Papis home“ rappt er selbstbewusst „I’m standing at the top“. Bei ihm läuft es.

Auf der anderen Seite wird der Kanadier gefühlvoller. Herzschmerz, seine Mutter und – vor allem – falsche Freunde und Hate beschäftigen Drake. In „Fountains“ rappt er etwa: „Try to suppress my emotions, they’re bursting like fountains, baby“. Ganz ernst zu nehmen ist dieses Leid aber schwerlich, wenn er im Song „Way 2 sexy“ mit Future und Young Thug wiederum auflistet, wofür er zu sexy sei. Denn das ist in seinen Augen quasi alles.

Kritik an Zusammenarbeit mit R. Kelly

Die Trap-Beats, die der Rapper wählt, sind keine Besonderheit. Ab und zu finden sich jedoch R’n’B-Momente oder leichte Afrobeats, wie in „Fountains“, die etwas musikalische Abwechslung in das Album bringen. Unterstützung bekommt er auf einigen Liedern von Rapkollegen wie Jay-Z, Travis Scott, Lil Wayne und 21 Savage.

Die Zusammenarbeit mit R. Kelly entsetzt viele seiner Fans sowie Musikkritiker und -kritikerinnen. Denn dieser steht seit August wegen etliches Missbrauchs- und Vergewaltigungsanklagen vor Gericht. Doch Drake beteuert, dass es sich bei seinem Track „TSU“ lediglich um ein Sample der 1998 erschienen Single „Half on a Baby“ von R. Kelly handele.


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Über den Autor/die Autorin:

Ella Rinke

Ella (20) studiert Medien und Kommunikation. Neben Kunst interessiert sie sich für Musik, die sie bei MADS rezensiert. Dazu schreibt sie über alles, was gerade so passiert.

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