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„Celebrity Hunted“: Gute Idee, mangelhafte Umsetzung

„Celebrity Hunted“: Gute Idee, mangelhafte Umsetzung
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Zehn Prominente müssen sich zehn Tage lang vor professionellen Detektiven verstecken – ohne eine Spur zu hinterlassen. Leider hält die sechsteilige Serie „Celebrity Hunted auf Amazon Prime Video nicht, was der Ansatz verspricht, meint MADS-Autorin Laura.


Können Prominente im Jahr 2021 noch untertauchen? Dieser Frage widmet sich die Amazon-Prime-Video-Serie „Celebrity Hunted“. In der sechsteiligen Produktion müssen sich zehn Promis zehn Tage lang vor ausgebildeten „Huntern“, also Detektiven, innerhalb Deutschlands verstecken. Mit dabei sind Wladimir Klitschko, Axel Stein, Tom Beck, Stefanie Giesinger, Vanessa Mai, Andreas Ferber, Kida Khodr Ramadan, Summer Cem, Diana Bill und Melisa Kocak.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten vorab ein Handy und können jeden Tag je 50 Euro am Geldautomaten mit einer gestellten Kreditkarte abheben, um ihre Flucht zu koordinieren und zu finanzieren. In Frankfurt am Main befindet sich das sogenannte Headquarter, wo ein Ermittlerteam versucht, die Prominenten zu finden. Die Hunter-Team sind mit Autos in ganz Deutschland unterwegs. Bis auf Wladimir Klitschko und Stefanie Giesinger sind alle Promis zu zweit auf der Flucht.

„Celebrity Hunted“: Echte Expertinnen und Experten

Das Ermittlerteam besteht aus echten Expertinnen und Experten aus Polizei, Militär und Sicherheitskreisen – unter der Leitung von Erich Vad, ehemaliger Sicherheitsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Während der Suche stehen den Detektiven alle legalen Mittel zur Verfügung, um die Zielpersonen zu fassen. Unter anderem dürfen sie Telefonate mithören, bei Anrufen den Aufenthaltsort ermitteln, sowie Bilder von Geldautomaten und Sicherheitskameras anschauen.

Unrealistisch umgesetzt

Doch genau bei diesen Punkten wird die Schwachstelle der Serie „Celebrity Hunted“ deutlich: Sie ist unrealistisch umgesetzt. Zum einen werden die Banken und Behörden wohl kaum für eine Fernsehsendung sensible Kamerabilder herausgeben, zum anderen sind die Prominenten mit einem Kamerateam unterwegs – und entsprechend nicht gerade unauffällig. Angebrachter wäre es gewesen, hätten sich die Stars selbst gefilmt wie bei der Youtube-Serie „7 vs. Wild“.

Außerdem haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fluchthelfer, die sie im Vorfeld ausgesucht haben. Dabei handelt es sich um Personen, die ihre Flucht durchplanen, ihnen einen Schlafplatz und Essen bieten. Dadurch müssen die Prominenten eigentlich weder das bereitgestellte Handy, noch die gestellte Kreditkarte nutzen. An sich ist die Idee der Serie gut, die Umsetzung ist allerdings mangelhaft. Die Kritik der Amazon-Nutzerinnen und -Nutzer fällt ähnlich aus: bei 1716 Bewertungen bekommt „Celebrity Hunted“ nur 2,5 Sterne von 5.


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Über den Autor/die Autorin:

Laura Ebeling

Laura (24) studiert Kommunikationsmanagement - oder einfacher gesagt "irgendwas mit Medien". Von ihren Kenntnissen macht sie auch hier Gebrauch und beschäftigt sich gerne mit Themen wie Gleichberechtigung, dem politischen Geschehen und Fußball.

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