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#NotMyAriel: Eure unnötige Empörung nervt!

#NotMyAriel: Eure unnötige Empörung nervt!
Foto: Unsplash/ Annette Batista Day

Eine schwarze Arielle? Das ist für viele unvorstellbar. Dennoch hat sich Disney für Halle Bailey als Darstellerin bei der Neuverfilmung von „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ entschieden. Und das ist gut so!


Wer an Arielle denkt, hat wohl als erstes die knallig roten Haare, den lila Muschel-BH und die grüne Schwanzflosse im Kopf. Doch auch die Hautfarbe der Disney-Prinzessin nimmt für einige Arielle-Fans einen hohen Stellenwert ein. Dass sich Disney bei der Neuverfilmung des Live-Action-Musicals dennoch für die schwarze Schauspielerin Halle Bailey als Arielle entschied, sorgt im Netz für Empörung.

Unter dem Hashtag #NotMyAriel posten fanatische Arielle-Fans Fotos von Schauspielerinnen, die optisch dem Bild der animierten Prinzessin eher entsprechen. Und sie alle haben eins gemeinsam: Einen möglichst hellen Hautton. Manche beschweren sich sogar, dass die Besetzung mit einer schwarzen Schauspielerin ihre Kindheitserinnerungen ruinieren würden. Ernsthaft? Das ist keine berechtigte Kritik, sondern vor allem eins: rassistisch.

Bereits einige andere Disney-Produktionen haben bewiesen, dass sich Neuverfilmungen längst nicht mehr eins zu eins an das Original halten müssen. So zum Beispiel das aktuelle Fantasy-Musical Aladdin, das mit einem anderen Ende abschließt, als der ursprüngliche Animationsfilm (Keine Sorge, hier wird nichts gespoilert!).

Auch bei Arielle kann man als emanzipierte Person nur hoffen, dass die Storyline zumindest etwas umgemodelt wird. Im Original ist die Meerjungfrau halb Mensch, halb Fisch – und damit ziemlich unzufrieden. Denn eigentlich träumt die Unterwasser-Prinzessin nur davon, endlich ein Mensch zu sein und auf zwei Beinen das Herz des Prinzen zu erobern – den sie eigentlich erst einmal gesehen hat. Schon ziemlich platt!

Doch die Besetzung mit der 19-jährigen Bailey gibt Grund zur Hoffnung. Denn sie beweist, dass Disney bereit ist, sich gegen rassistisches und sexistisches Gedankengut aufzulehnen. Und dagegen nützt auch kein diskriminierender Hashtag in den sozialen Netzwerken etwas.

Von Nina Hoffmann


Über den Autor/die Autorin:

Nina Hoffmann

Nina (22) studiert Soziologie und kennt somit alle Sprüche über eine Karriere als Taxifahrerin. Statt an ihren Fahrkünsten zu feilen liest sie lieber Texte über Gender-Fragen und Emanzipation - oder noch besser: Die dazugehörigen Kommentare der Facebook-Nutzer/innen.

2 Bemerkungen

  1. Avatar

    Das sollen die mal ihrem Vater und den sieben Schwester (oder so) beibringen
    Das ist wieder der typische SJW scheiss…

    eigentlich hätte Ariel ein schwarzer, homosexueller, asiatischer Mann mit rotem Bart sein müssen 😐

    Im ernst, für Mulan wird wohl auch keine Schwedin gecastet, sondern eine ausdrucksstarke Asiatin, für Vaiana eine stolze Frau mit Maorischen zügen und für die Küss den Frosch Prinzessin eine dunkle Südstaatenschönheit… Oder kommt hier die blonde Schwedin? Ariel ist für uns ein helles dänisches Mädchen mit roten Haaren, sei dem nicht so, muss der komplette Ariel Disney Merch im Kinderzimmer meiner Tochter ausgetauscht werden.

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  2. Avatar

    Liebe Sue,
    glauben Sie nicht, dass auch Halle Bailey als Kind Fan von Ariel war? Vermutlich, ansonsten hätte sie wohl kaum für die Rolle der Arielle vorgesprochen.

    Ich denke durchaus, dass dieser Hashtag „#notmyArielle“ diskriminierend ist. Man sollte sich fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben, wenn ein Mädchen eine Filmrolle nicht annehmen kann, weil ihre Hautfarbe nicht zu den Vorstellungen irgendwelcher Einzelpersonen passt. Das ist jedenfalls nicht die Welt, in der ich leben möchte.

    Ich selbst war ein großer Fan von Arielle und trotzdem stört es mich nicht im Geringsten, dass Halle Bailey für die Rolle der Arielle vorgesehen ist. Letztendlich müsste nahezu jeder Darsteller, der die Hauptrolle einer Buchverfilmung übernimmt, mit dem Hashtag #notmy… versehen werden, denn Vorstellungen weichen nun einmal ab. Für diejenigen, die sich zu sehr in eine Vorstellung verbissen haben, bleibt immer noch die Möglichkeit, den Film einfach nicht anzusehen. Mit diskriminierenden Hashtags um sich zu werfen, ist jedenfalls nicht die Lösung für das Problem, das andere Leute mit ihren fehlgeleiteten Idealvorstellungen haben. Ändert die Hautfarbe denn etwas? Ich glaube kaum, dass Millionen von Menschen Arielle aufgrund ihrer blassen Haut lieben.

    Arielle ist eine Meerjungfrau, samt Schwanzflosse, der Fähigkeit, mit Fischen zu reden und einem Unterwasserpalast im Meer. Dass ausgerechnet über die Hautfarbe diskutiert werden muss, finde ich sehr traurig. Bisher wusste ich jedenfalls nicht, dass Meerjungfrauen nicht dunkelhäutig aussehen dürfen oder dass jemand demographische Forschungen über das fiktive Unterwasserland angestellt hat, aus denen hervorgeht, dass alle Meerjungfrauen dänisch, hellhäutig und am besten noch rothaarig sein müssen.

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